SIENA/TRIEST/TURIN (dpa-AFX) - Der Fusionspoker unter italienischen Banken geht in die nächste milliardenschwere Runde. Die einstige Krisenbank Monte dei Paschi die Siena (MPS) will für 34 Milliarden Euro in eigenen Aktien gleich zwei andere Institute kaufen und ihre eigene Übernahme durch die Großbank Intesa Sanpaolo verhindern. Am Freitag legte MPS ein Gebot für die Bank BPM vor, die das Institut mit 25,3 Milliarden Euro bewertet. Zudem kündigte sie ein 8,7 Milliarden Euro schweres Gebot für die Banca Generali an, die mehrheitlich dem gleichnamigen italienischen Versicherer gehört.

Zu dem Plan gehört eine Sonderdividende von vier Milliarden Euro für die Monte-dei-Paschi-Aktionäre. Diese soll teilweise aus Bargeld und teilweise aus Aktien des Versicherers Generali bestehen, die der Bank aus Siena gehören. Die Anteilseigner sollen dem Vorhaben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 29. Oktober zustimmen.

MPS-Chef Luigi Lovaglio versucht mit allen Mitteln, die drohende Übernahme des von ihm geführten Instituts durch Intesa Sanpaolo zu verhindern. Die Bank aus Turin hatte vor gut zwei Monaten eine Offerte für MPS vorgelegt. Lovaglio hatte zunächst versucht, mit Banco BPM eine Fusion auf Augenhöhe hinzubekommen, war damit jedoch gescheitert./stw/err/mis

Quelle: dpa-Afx