(Neu: Gewinne deutlich eingedampft, Chartlinien)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Lanxess-Aktien
Die Resultate des dritten Quartals und der präzisierte Ausblick galten unter Börsianern und Analysten eigentlich als weniger aufregendes Ereignis. Der Chemiekonzern blickt nach dem dritten Quartal, das etwas über den Erwartungen lag, in der Tendenz etwas vorsichtiger auf das Gesamtjahr.
Anleger fassten sich aber dennoch ein Herz, nachdem die Aktien Ende Oktober mit 11,46 Euro auf dem niedrigsten Niveau seit März angekommen waren. Nicht weit darunter hätte den Aktien bei gut 11 Euro das niedrigste Niveau seit 2009 geblüht und noch etwas darunter bei 10,28 Euro das Rekordtief aus dem Jahr 2008. Am Markt hieß es, dass bei dem Kurssprung vermutlich auch Eindeckungen durch Leerverkäufer - also ein sogenannter Short Squeeze - eine Rolle gespielt haben. Diese hatten auf fallende Kurse gesetzt.
Chetan Udeshi von JPMorgan schrieb am Morgen, das dritte Quartal sei eher einen Tick besser als befürchtet, auch wegen eines deutlich besseren freien Barmittelzuflusses. Hinzu komme der Ausblick auf das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) im vierten Quartal, der über den pessimistischen Erwartungen am Markt liege.
Udeshi war bereits am Morgen der Meinung, dass dies ausreichen werde, um den Aktien nach ihrem schlechten Lauf einen Schub zu geben. Auch Sebastian Satz von der Citigroup rechnete am Morgen angesichts des positiven Free Cashflows und der zuvor pessimistischen Marktpositionierung mit einem Kursplus./tih/mis/zb
Quelle: dpa-Afx