(Neu: Schlusskurs, auch andere Software-Werte belastet)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Softwareunternehmen Teamviewer
Die im SDax
Fast 90 Prozent hatte der Teamviewer-Kurs seit dem Rekordtief vom April bei gut vier Euro zugelegt bis auf das Vormonatshoch von 7,74 Euro. Ein Großteil dieser Rally ist nun wieder passé. Der Börsenwert sackte wieder deutlich unter die Marke von einer Milliarde Euro. Im Sommer 2020 war das seit 2019 an der Börse notierte Unternehmen bis zu rund elf Milliarden Euro wert.
Auch andere Software-Sektorwerte wie Nemetschek
Teamviewer rechnet wegen verzögerter Vertragsabschlüsse bei Großkunden und wegen wirtschaftlicher Unsicherheiten in diesem Jahr nicht mehr mit einem Umsatzwachstum. Der Erlös dürfte währungsbereinigt gegenüber dem Pro-Forma-Wert des Vorjahres um ein bis zwei Prozent sinken, hieß es. Bisher war ein Abschneiden mindestens auf Vorjahresniveau bis zu einem Wachstum von 3 Prozent anvisiert worden. Laut dem DZ-Bank-Experten Armin Kremser verhinderten überraschend deutliche Kundenabwanderungen im Enterprise-Bereich ein besseres Abschneiden.
Harald Hof von MWB Research nahm seine Enttäuschung über die Nachrichten denn auch gleich zum Anlass, um seine bisherige Kaufempfehlung aufzugeben. "Die Erholung des Wachstums wird zunehmend unsicher", schrieb der Experte. Er verwies auf zunehmenden Wettbewerb im KI-Bereich und eine nur begrenzte Bereitschaft der Kunden, neue höherwertige Lösungen zu nutzen.
Laut Hof wiegen die Bedenken die Tatsache auf, dass das Unternehmen eine starke Profitabilität aufweise und einen guten Cashflow erwirtschafte. Skeptisch bleibt er auch trotz des Hinweises, dass es mit der Digital-Workplace-Plattform ONE ermutigende Erfolge gebe. Kremser erwähnte entlastend, dass der Marktkonsens die vom Management angepassten Erwartungen bereits weitgehend widerspiegele./tih/ajx/mis/zb
Quelle: dpa-Afx