FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem robusten Wochenstart dürfte es für den Dax
Das US-Militär hat Medienberichten zufolge erneut Ziele im Iran angegriffen. Der Angriff richtete sich gegen die Insel Gheschm in der Straße von Hormus, wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Beamte berichtete. "Die Lage im Iran eskaliert erneut", schrieb der Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners in einem Kommentar am Morgen. "Die USA und der Iran greifen sich gegenseitig an." Noch sei relativ wenig bekannt, aber an den Börsen sei bereits das klassische Muster eines steigenden Ölpreises und fallender Aktienkurse zu sehen.
Am vergangenen Donnerstag hatte der Dax erstmals seit Anfang September wieder über 26.100 Punkte notiert. Dem Ausverkauf an der Nasdaq hatte er sich in den vergangenen Tagen weitgehend entziehen können, nun aber erwischt ihn die neuerliche Tech-Schwäche doch. Nachdem das Chartbild am Freitag noch für eine Stabilisierungschance an den 200-Tage-Linien ausgesehen hatte, droht jetzt der Rutsch unter diese langfristigen Trendbarometer. Es wäre das erste Mal seit Anfang April. Verantwortlich für dieses starke Warnsignal sind vor allem die Halbleiterwerte. Ihr Branchenindex SOX landete auf dem tiefsten Stand seit Mai und beschleunigt aktuell seine Korrektur seit dem Rekord im Juni.
Unter den großen US-Techkonzernen hatten Alphabet
Apple
Im Luftfahrtsektor verzeichneten die Aktien des Triebwerkherstellers MTU
Im Blick stehen am Dienstag zudem die Zwischenwahlen in den USA, bei denen die Amerikaner über die künftige Zusammensetzung des Parlaments in Washington abstimmen. "Sollte der US-Präsident beide Kammern verlieren, hätte er kaum noch Handlungsspielraum", merkte Experte Altmann von QC Partners an. "Die Börsen wird die Wahl erst morgen beschäftigen, wenn die Ergebnisse bekanntwerden."/ajx/stk
Quelle: dpa-Afx