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FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Dank eines positiven Analystenkommentars haben sich die Aktien von Lanxess am Freitag auf das höchste Niveau seit Monatsanfang erholt. Bis zum Nachmittag zogen die Papiere des Chemiekonzerns um gut acht Prozent auf 17,17 Euro an. Damit waren sie der Favorit im Index der mittelgroßen Werte MDax , der nahezu auf der Stelle trat.

Auch andere Chemiewerte wie BASF , Wacker Chemie oder Evonik stiegen wieder und gewannen bis zu fünf Prozent. Seit Mitte März hatte die Branche von einer Sonderkonjunktur durch den Iran-Krieg profitiert. Zuletzt aber geriet die Erholung durch die Entspannung ins Wanken.

Nun empfahl Experte Abed Jarad von MWB Research Lanxess-Aktien mit einem Kursziel von 20 Euro zum Kauf. Durch die jüngste Anleihe-Platzierung hätten sich die Kölner zunächst erfolgreich refinanziert und damit einen guten Zugang zum Kapitalmarkt bewiesen. Die Kosten seien allerdings etwas höher, sodass der weitere Schuldenabbau von der Ergebnisentwicklung abhänge. Die jüngste Entspannung bei Öl- und Gaspreisen sei hilfreich, in der Lieferkette lasse aber gleichzeitig der Auftrieb durch die Verwerfungen des Krieges nach.

Insgesamt sieht Jarad die Lage optimistisch und geht dabei davon aus, dass im ersten Quartal der Tiefpunkt erreicht wurde. Das Verhältnis zwischen Chancen und Risiken für das zweite Halbjahr und für 2027 sei günstig. Denn selbst eine moderate Erholung der Endmärkte bedeute auf niedrigem Auslastungsniveau enorme Fortschritte.

Analyst Sebastian Satz von der US-Bank Citigroup schrieb nach den jüngsten Käufen von Lanxess-Aktien durch leitende Führungskräfte des Chemiekonzerns, diese dürften seiner Meinung nach darauf abzielen, Vertrauen in die mittelfristigen Aussichten zu signalisieren.

Der Hintergrund für die sogenannten Insiderkäufe könnte Satz zufolge sein, dass es sich bei den Lanxess-Aktien um die mit den meisten Netto-Leerverkäufen in seinem Beobachtungsuniversum handele. Das heißt, bei Lanxess setzten aktuell besonders viele Anleger auf fallende Kurse. Die Insiderkäufe könnten laut dem Experten zudem mit Bedenken des Marktes hinsichtlich des freien Barmittelzuflusses und der Bewertung der Beteiligung an dem Joint Venture für technische Hochleistungspolymere, Envalior, zusammenhängen./ag/jha/la/edh/men

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Quelle: dpa-Afx