(neu: Fokus auf OpenAI, Kurse, Micron-Zahlen)
FRANKFURT/SHANGHAI/SEOUL (dpa-AFX) - Aktien aus der Technologiebranche werden am Montag erneut von den Bedenken am Tempo des KI-Ausbaus eingeholt. Als wichtigste Belastung galt, dass der ChatGPT-Entwickler OpenAI nach einem Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle ausgesetzt hat. Zudem blieb die Börsenstimmung anfällig für das Geschehen in Nahost, wo die Fronten verhärtet bleiben.
Hierzulande bewegten sich unter den KI-Werten die Kurse von Infineon
Auch in New York steuern die Kurse von Chipriesen auf einen schwachen Handelsauftakt zu. Die Titel von Nvidia
Laut dem Marktbeobachter Andreas Lipkow von CMC Markets bekommt "die bislang so robuste KI-Story erneut Risse", denn der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle ausgesetzt. Ein KI-Modell konnte eine Netzwerk-Einstellungslücke dazu nutzen, um Antworten von einem externen Chatbot zu bekommen, obwohl es eigentlich keinen Internet-Zugang haben sollte. Am Wochenende war außerdem bekannt geworden, dass ChatGPT von Nutzern hochgeladene Bilder auf Online-Plattformen platziert hat.
"Der Vorfall zeigt erneut, wie schwer sich KI-Agenten vollständig kontrollieren lassen", kommentierte Marktbeobachter Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets. Laut den Experten von Index-Radar rückt erneut die Frage in den Vordergrund, wie lange die außergewöhnliche Dynamik im Tech-Bereich anhält - und ob die bereits anspruchsvollen Wachstumsraten der Unternehmen, die an dem Megatrend partizipieren, entlang der gesamten Wertschöpfungskette realistisch bleiben.
Zuvor hatte es in Asien schon deutliche Kursverluste in der Tech-Branche gegeben. In Seoul war der Kurs der Aktie des Chipherstellers SK Hynix
Eine Erlaubnis für den Verkauf von Chips nach China könnte ein erster Schritt sein, dass sich die USA und China politisch wieder etwas annähern. Chinas Staatschef Xi Jinping war in der vergangenen Woche zum Staatsbesuch in Washington und US-Präsident Donald Trump hat eine Einladung angenommen. "Wir werden uns im November erneut in China treffen und anschließend im Dezember beim G20-Gipfel in Miami, Florida", teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit./tih/ck/stk/jha/
Quelle: dpa-Afx