FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Chipsektor versucht SK Hynix
Die in Europa und den USA gehandelten Anrechtsscheine von SK Hynix zogen daraufhin am Morgen wieder deutlich um etwa fünf Prozent an. Für die großen Chipkonzerne an der New Yorker Nasdaq zeichnet sich ebenfalls für einige Aktien ein vorsichtiger Stabilisierungsversuch ab. Papiere von Micron
Bei deutschen Werten zeigt sich die Stabilisierung aber noch nicht so richtig, denn Infineon
Den Auslöser der jüngsten Kursrückgänge bei Werten mit KI-Fantasie liegt laut der LBBW "am langen Ende der Zinskurve". Die Finanzierungskosten der großen Technologieunternehmen stiegen mit den Langfristrenditen, und damit rücke die Frage in den Vordergrund, ob die angekündigten Investitionsprogramme in diesem Zinsumfeld Bestand haben. Dazu beigetragen habe am Montag auch, dass der Golf-Konflikt mit anziehenden Ölpreisen weiter Inflationssorgen nährt.
Gerade Technologiewerte gelten als sehr zinssensitiv, unter anderem wegen umfangreich fremdfinanzierter Investitionen. Einen vielleicht rettenden Umstand sieht der Marktexperte Stephen Innes darin, dass der Markt einen Großteil der spekulativen Überhitzung im Sektor bereits während des Einbruchs im Juli bereinigt haben dürfte. Damit sollte eine Talfahrt, sollte sie denn weiter gehen, nicht ganz so heftig werden.
Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichte zuletzt das höchste Niveau von 2007. "Da lässt sich die Kostenfrage kaum noch ausblenden", so Innes. Unangenehm werde die Sachlage auch deshalb, weil die KI inzwischen vielleicht selbst dazu beitrage, ihre eigenen Finanzierungskosten in die Höhe zu treiben. Die Hyperscaler mit ihren Rechenzentren konkurrierten nämlich mit Regierungen um langfristiges Kapital. Für den Sektor sei dies "ein fataler Rückkopplungseffekt". Generell bleibe die KI-Story aber intakt, so Innes weiter./tih/ag/stk
Quelle: dpa-Afx