FRANKFURT/LONDON/DUBLIN (dpa-AFX) - Ein Gewinneinbruch bei Ryanair
Wegen des Anstiegs der Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs sank der Überschuss von Ryanair im ersten Quartal 2026/27 im Jahresvergleich um 34 Prozent auf 538 Millionen Euro. Analysten hatten mit einem geringeren Rückgang gerechnet. Die Iren hatten zwar den Großteil des Treibstoffbedarfs preislich abgesichert, konnten den starken Kostenanstieg aber dennoch nicht ganz auffangen.
Das lastete auf der Luftfahrtbranche. Die Anteilsscheine von IAG
Analyst Jaime Rowbotham von der Deutschen Bank sprach zudem von enttäuschenden Aussagen von Ryanair zu den Flugpreisen im laufenden Quartal. Dies in Verbindung mit dem schwachen vorangegangenen Quartal dürfte nun Druck auf die Erwartungen für das gesamte Geschäftsjahr ausüben.
Gleichzeitig fand der Experte, der die Ryanair-Aktien zum Kauf empfiehlt, auch zuversichtliche Worte: "Ryanair ist nach wie vor sehr gut positioniert, um die Herausforderungen einer Re-Eskalation im Nahen Osten und steigende Treibstoffkosten zu meistern." Der Billigflieger habe nun 15 Prozent des Kerosinbedarfs für das Geschäftsjahr 2027/28 preislich abgesichert. Zuvor sei das Unternehmen für diesen Zeitraum gar nicht geschützt gewesen./bek/stw/jha/
Quelle: dpa-Afx