FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim geplanten Testlauf für den digitalen Euro sind die wichtigsten deutschen Bankengruppen dabei. Auf einer Teilnehmerliste der Europäischen Zentralbank (EZB) finden sich die Deutsche Bank , das genossenschaftliche Spitzeninstitut DZ Bank sowie die Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale für die Sparkassen.

Beworben hatten sich laut EZB mehr als 50 Zahlungsdienstleister. Ausgewählt wurden letztlich 36 mit dem Ziel, unterschiedliche Geschäftsmodelle, Unternehmensgrößen sowie eine umfassende geografische Reichweite abzudecken.

Der digitale Euro soll ab der zweiten Jahreshälfte 2027 mit einem zwölfmonatigen Pilotprojekt vorbereitet werden. Die offizielle Einführung als Zahlungsmittel ist für das Jahr 2029 angekündigt, wenn bis dahin der europäische Rechtsrahmen steht. Der digitale Euro soll Bargeld ergänzen, nicht ersetzen. Mit ihm werden Zahlungen offline und online möglich, ohne dass ein Dienstleister dazwischengeschaltet werden müsste.

Beta-Version für Privatleute und Zentralbanker

Laut EZB sollen die Dienstleister Privatpersonen Zugang zu einer Beta-Version des digitalen Euro verschaffen, mit dem bei ausgewählten Händlern eingekauft werden könne. Die Beta-Version werde funktional und technisch dem vorgesehenen digitalen Euro sehr ähnlich sein, kündigt die EZB an. Sie werde jedoch nicht den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels haben.

Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 19 teilnehmenden Zentralbanken einschließlich der Bundesbank sollen den digitalen Euro erproben. Unterstützt würden Zahlungen zwischen Privatpersonen sowie in Geschäften, über App-basierte Kassensysteme wie auch im E-Commerce. Explizit nennt die EZB Cafés und Restaurants in den Räumlichkeiten der Zentralbanken./ceb/DP/he

Quelle: dpa-Afx