BIETIGHEIM-BISSINGEN (dpa-AFX) - Der Anlagenbauer Dürr hat trotz Schwierigkeiten bei einer Geschäftseinheit mit Wertminderungen und Stellenstreichungen die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt. Die schwächer als erwartete Entwicklung bei BBS Automation werde durch die anderen Einheiten kompensiert, hieß es am Mittwochabend nach Börsenschluss zur Begründung.

Die schwache Entwicklung bei BBS Automation habe eine Wertminderung von circa 90 bis 100 Millionen Euro zur Folge. Grund seien der unter den Erwartungen liegende Auftragseingang im ersten Halbjahr sowie eine Anpassung der Markterwartungen. Mit dem Abbau von rund 500 Stellen will Dürr dort gegensteuern. Die Kosten sollen so um rund 30 Millionen Euro pro Jahr gesenkt werden. Für 2026 seien Umbaukosten von 40 bis 50 Millionen Euro geplant.

Im zweiten Quartal sank der Umsatz im Konzern um rund zwei Prozent auf 981 Millionen Euro. Die Marge auf Basis des um Sondereffekte bereinigten Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent. Der Auftragseingang legte von 807 auf 914 Millionen Euro zu.

Die Aktie gab auf Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um rund drei Prozent nach./jha/zb

Quelle: dpa-Afx