LUTON (dpa-AFX) - Der britische Billigflieger Easyjet
Wegen der stark gestiegenen Treibstoffpreise infolge des Iran-Kriegs und der schwer einschätzbaren Buchungslage hält Easyjet-Chef Kenton Jarvis es immer noch für unsicher, wie das Geschäftsjahr für das Unternehmen finanziell ausgeht. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres bis Ende September dürften die Stückkosten schon ohne Treibstoff um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz steigen, schätzt er. Die Treibstoffkosten seien erst recht schwer vorherzusagen, weil die Preise stark schwanken.
Easyjet hatte bereits Mitte April eine Gewinnwarnung veröffentlicht und den Aktienkurs damit auf den niedrigsten Stand seit 2022 geschickt. Im gewöhnlich reiseschwachen ersten Geschäftshalbjahr bis Ende März steigerte die Gesellschaft ihren Umsatz zwar um zwölf Prozent auf 3,95 Milliarden britische Pfund (rund 4,6 Mrd Euro). Wegen deutlich höherer Betriebskosten wuchs der saisontypische Winterverlust vor Steuern sogar um 40 Prozent auf 552 Millionen Pfund. Unter dem Strich wuchs der Fehlbetrag von 297 Millionen auf 377 Millionen Pfund./stw/zb/stk
Quelle: dpa-Afx