LUTON (dpa-AFX) - Der britische Billigflieger Easyjet ringt  während seines Übernahmekampfs durch zwei Finanzinvestoren weiterhin mit dem Last-Minute-Trend und hohen Kerosinkosten. Die Ticketpreise für das Sommerquartal von Juli bis September lägen derzeit auf Vorjahresniveau, teilte das umworbene Unternehmen am Donnerstag in Luton bei London mit. Die Last-Minute-Buchungen seien stark und auch die etwas früheren Buchungen begännen sich zu verbessern. Allerdings müssten die Kunden immer noch mit Preisanreizen zum Ticketkauf bewegt werden. Dabei brach der Gewinn der Airline wegen der hohen Kerosinpreise ein.

Auch für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September dürfte der Krieg die entscheidende Rolle spielen: "Wie das Geschäftsjahr ausgeht, hängt von den wichtigen ausstehenden Buchungen ab sowie von den Treibstoffpreisen ab, die weiterhin volatil sind", schreibt Easyjet.

In den drei Monaten April bis Juni steigerte Easyjet den Umsatz im Jahresvergleich um zwei Prozent auf knapp 3 Milliarden britische Pfund (rund 3,5 Mrd Euro). Der um Sonderposten bereinigte Vorsteuergewinn lag mit 85 Millionen Pfund 70 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Die Aktie legte zu Handelsbeginn um 1,3 Prozent zu. Laut den Analysten von JPMorgan fielen die Zahlen etwas besser aus als erwartet.

Derzeit ringen zwei Finanzinvestoren um die britische Billigfluggesellschaft: Nachdem das US-Unternehmen Castlelake bei der Airline erst nach mehreren Angeboten auf positive Resonanz gestoßen war, grätschte der Konkurrent Apollo mit einem höheren Gebot dazwischen. Dieses fand die größere Zustimmung von Easyjet.

Nach britischem Übernahmerecht muss Apollo nun bis zu 7. August ein verbindliches Angebot vorlegen. Laut Easyjet besteht keine Garantie, dass es tatsächlich dazu kommt./stw/nas/mis

Quelle: dpa-Afx