BREMEN (dpa-AFX) - Der Entwickler und Betreiber von Wind- und Solarparks Energiekontor hat am Donnerstagabend das am Morgen mit dem Halbjahresbericht noch bestätigte Gewinnziel für 2026 gesenkt. Es werde nur noch ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 5 bis 10 Millionen Euro erwartet, teilte das Unternehmen am Abend in Bremen mit. Noch am Morgen war das alte Ziel von 40 bis 60 Millionen Euro bestätigt worden. Grund für die kurzfristige Senkung seien deutlich spätere Netzanschlusstermine mehrerer schottischer Windparkprojekte und daraus resultierende Auswirkungen auf bisher vorgesehene ergebnisrelevante Projektverkäufe, hieß es zur Begründung. Die Aktie sackte auf der Plattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um zwei Prozent ab.

Entgegen der im Halbjahresbericht bestätigten Ergebnisprognose haben sich im Nachgang zu dessen Veröffentlichung neue Entwicklungen bei den Netzanschlussterminen mehrerer schottischer Windparkprojekte ergeben, hieß es weiter. Infolge der nun deutlich späteren Netzanschlusstermine sei aus heutiger Sicht nicht mehr davon auszugehen, dass die ursprünglich geplanten Ergebnisbeiträge aus den vorgesehenen Projektverkäufen im Geschäftsjahr 2026 realisiert werden könnten.

Aktuell sei eher von einer Ergebnisverschiebung ins nächste Geschäftsjahr auszugehen. Demnach verschieben sich laut dem Unternehmen die bislang für 2029 vorgesehenen Netzanschlusstermine für drei schottische Windparkprojekte auf 2031. Grund sei ein laufendes Rechtsverfahren gegen die an den Netzbetreiber (Scottish Power Transmission) erteilte Genehmigung für den Bau einer für den Netzanschluss erforderlichen Überlandleitung./jha/he

Quelle: dpa-Afx