FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutschlands Banken bekommen auf dem bereits engen Heimatmarkt weitere Konkurrenz aus dem Ausland: Die französische Großbank Crédit Agricole
Ein elementarer Bestandteil der Wachstumsstrategie sei die Entwicklung einer Universalbank mit einem umfassenden Angebot, das Privatkundinnen und Privatkunden in allen Lebensphasen begleitet, kündigte das Institut in Frankfurt an. "Aufbauend auf unserer mehr als 70-jährigen Präsenz im Land schlagen wir ein neues Kapitel auf, indem wir unser Universalbankmodell in Europas größter Volkswirtschaft umsetzen", sagt Crédit-Agricole-Chef Olivier Gavalda.
Breite Produktpalette geplant
Zunächst will das Institut den deutschen Privatkunden ein digitales Girokonto und Geldanlageprodukte wie Tagesgeld und Festgeld anbieten. Später sollen Produkte und Services zum Vermögensaufbau, Altersvorsorge sowie Kreditangebote das Angebot komplettieren. Zunächst sind 20 Bankfilialen in Großstädten geplant, in denen 600 Beschäftigte arbeiten. Sie kommen von der bisherigen Tochter Creditplus, die in der Crédit Agricole Deutschland aufgeht.
Crédit Agricole ist nach eigenen Angaben gemessen an der Kundenanzahl die größte Bankengruppe Europas und die neuntgrößte der Welt. In Deutschland ist Crédit Agricole seit mehr als 70 Jahren tätig und beschäftigt hierzulande bereits mehr als 2.000 Mitarbeiter.
Deutschland ist für Banken ein attraktiver Markt
Die Franzosen sind nicht die einzigen ausländischen Akteure, die verstärkt um Privatkunden in Deutschland buhlen. Im Juni 2025 war die spanische Großbank BBVA
Kundeneinlagen stellen nach wie vor eine günstige Finanzierungsquelle dar. Und der deutsche Markt gilt als attraktives Pflaster: Ende des ersten Quartals 2026 summierte sich das Geldvermögen der privaten Haushalte hierzulande nach Zahlen der Bundesbank auf rund 9.490 Milliarden Euro. Mehr als ein Drittel davon (37,4 Prozent) sind Bargeld und Einlagen wie Tagesgeld./ben/DP/nas
Quelle: dpa-Afx