(Ausgefallener Wortteil im 1. Absatz, 2. Satz ergänzt: nicht rpt nicht-kardioembolisch.)
LEVERKUSEN/BERLIN (dpa-AFX) - Bayer
Damit ist Asundexian das erste in China zugelassene Arzneimittel der neuen Medikamentenklasse der FXIa-Hemmer. Die FXIa-Hemmung wirkt gezielt auf das FXIa-Protein, das an der Bildung von Blutgerinnseln beteiligt ist.
Bayer hatte im Mai über ein beschleunigtes Zulassungsverfahren in China berichtet. Dieses basierte auf Ergebnissen der Oceanic-Stroke-Studie. Asundexian reduzierte demnach in Kombination mit Mitteln zur Verhinderung des Verklumpens von Blutplättchen (Thrombozytenaggregationshemmung) das Risiko für ischämische Schlaganfälle bei Patienten mit vorherigem Schlaganfall deutlich. Die Rate schwerer Blutungen stieg bei Gabe des Medikaments im Vergleich zu einem Placebo nicht.
Die Studiendaten hatten vor knapp einem Jahr unter Anlegern die Hoffnungen auf einen weiteren Pharmakassenschlager wiedererweckt, nachdem Bayer zwei Jahre zuvor noch eine Phase-III-Studie zu Asundexian bei Patienten mit Vorhofflimmern und Schlaganfallrisiko wegen eines Misserfolgs vorzeitig beenden musste. Analysten sehen Asundexian als Blockbuster, trauen dem Mittel also perspektivisch Milliardenumsätze zu.
Mit der Zulassung erhält das Pharmageschäft einen weiteren potenziellen Wachstumstreiber, der helfen könnte, fortgesetzte Umsatzeinbrüche beim Blutgerinnungshemmer Xarelto sowie dem Augenmedikament Eylea abzufedern. Die beiden Kassenschlager leiden nach Patentabläufen unter der Konkurrenz durch Nachahmer (Generika).
Auch in den USA läuft aktuell ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für Asundexian, dessen Ergebnis bald bekannt gegeben werden dürfte./mis/tav/stk
Quelle: dpa-Afx