SOFIA (dpa-AFX) - Nach einem Anschlag auf eine Starlink-Bodenstation in Polen ist es auch in Bulgarien zu einem Brand in einer Anlage des Satelliteninternetdienstes gekommen. Regierungschef Rumen Radew bestätigte in der Fragestunde des Parlaments in Sofia den Vorfall in der Nähe der Hauptstadt. Das Satellitennetz ist ein strategisch wichtiger Bestandteil der ukrainischen Verteidigung im Krieg gegen Russland.
Der Brand war zuvor vom prowestlichen Oppositionsbündnis Demokratisches Bulgarien (DB) öffentlich gemacht worden. Wegen laufender Ermittlungen wollte Radew keine näheren Angaben zu dem Vorfall machen.
In einer geheim gehaltenen Anlage von Starlink in der Nähe der bulgarischen Hauptstadt Sofia sollen dem Oppositionsbündnis zufolge elf von 17 Antennen am 9. September vorsätzlich in Brand gesetzt worden sein. Diese Antennen dienten zur Hauptverbindung zu SpaceX
Am 23. September war in einem Terminal von Starlink südlich von Warschau ebenfalls ein Brand ausgebrochen. Am Dienstag wurden in Nürtingen bei Stuttgart zwei mutmaßliche Saboteure festgenommen, die den Anschlag verübt haben sollen. Die Regierung in Warschau vermutet russische Geheimdienste hinter der Tat./el/DP/men
Quelle: dpa-Afx