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MIAMI (dpa-AFX) - Das rasante Geschäftswachstum bei der für ihre Zusammenarbeit mit US-Sicherheitsbehörden bekannten Datenanalyse-Firma Palantir
Im dritten Quartal war der Umsatz im Jahresvergleich um 96 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar gestiegen. Unter dem Strich wuchs der Quartalsgewinn im Jahresvergleich um 49 Prozent auf 1,13 Milliarden Dollar.
Palantir ist auf die Auswertung großer Datenmengen spezialisiert und liefert unter anderem Software, mit der Geheimdienst- und Militärinformationen analysiert werden.
Das aktuelle Wachstum kommt vor allem aus dem US-Geschäft. Die Erlöse im Heimatmarkt waren im vergangenen Vierteljahr mit 1,94 Milliarden Dollar mehr als doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Das Geschäft mit amerikanischen Regierungsbehörden verdoppelte sich auf 953 Millionen Dollar. Software von Palantir wird unter anderem vom Heimatschutzministerium und vom Pentagon eingesetzt - Medienberichten zufolge auch im Iran-Krieg. Das Geschäft mit Unternehmen in den USA stieg um 148 Prozent auf 984 Millionen Dollar.
Nach Einschätzung von Brent Thill vom Investmenthaus Jefferies hat Palantir starke Quartalszahlen vorgelegt. Der einzige Wermutstropfen sei das etwas geringere Wachstum im US-Geschäftskundenbereich. Dieses sei im Vergleich zum Vorquartal um einen Prozentpunkt zurückgegangen. Zudem deute die Prognose für das vierte Quartal an, dass es zukünftig zu einer weiteren Verlangsamung kommen könnte.
Im frühen US-Handel rutschte die Palantir-Aktie um gut zwei Prozent auf etwa 174 Dollar ab. Mitte Oktober hatten die Anteile mit knapp 213 Dollar ihren bisher höchsten Stand erreicht. Technologieaktien stehen seit vergangener Woche allgemein wieder unter Druck. Es gibt Bedenken, dass es möglicherweise eine KI-Blase geben könnte. Hunderte von Milliarden Dollar fließen in einen beispiellosen Ausbau der Infrastruktur, um die Technologie voranzutreiben.
Palantir gehört indes zu den größten Gewinnern des KI-Booms, da sowohl staatliche Behörden als auch Unternehmen die Technologie zunehmend für operative Entscheidungen nutzen. In den vergangenen fünf Jahren legte der Börsenwert des Unternehmens um fast 600 Prozent auf mehr als 400 Milliarden Dollar zu. Diese steigende Bewertung und die hohen Umsatzzuwächse des Unternehmens haben jedoch Anleger dazu veranlasst, die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung infrage zu stellen./so/DP/mne/mis/stk/he
Quelle: dpa-Afx