MADRID (dpa-AFX) - Die Großbank BBVA hat in ihrer spanischen Heimat einen Gewinnrückgang erlitten. Dank besserer Geschäfte in Mexiko stieg der Konzerngewinn im dritten Quartal zwar um fast ein Fünftel auf gut drei Milliarden Euro, wie das Geldhaus am Donnerstag in Madrid mitteilte. Doch Analysten zeigten sich vom Geschäft in Spanien und der Entwicklung des harten Kernkapitals enttäuscht. Für die BBVA-Aktie ging es an der Börse daher deutlich abwärts.

Bis zur Mittagszeit verlor das Papier rund vier Prozent auf 21,56 Euro und war größter Verlierer im Eurozonen-Index EuroStoxx 50 . Es wird aber noch sieben Prozent teurer gehandelt als zum Jahreswechsel - und mehr als ein Fünftel teurer als vor einem Jahr.

So wuchs der Zinsüberschuss der Bank in Spanien im dritten Quartal im Jahresvergleich lediglich um gut zwei Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. In Mexiko legte er hingegen um mehr als acht Prozent auf knapp 3,4 Milliarden Euro zu. Konzernweit kletterte er sogar um knapp 22 Prozent auf knapp 8,1 Milliarden Euro. Das Institut erzielt den Großteil seines Geschäfts in Mexiko, Südamerika und der Türkei.

Während der Gewinn in Mexiko um neun Prozent auf 1,5 Milliarden Euro wuchs, ging er in Spanien um mehr als fünf Prozent auf 934 Millionen Euro zurück. Beide Länder steuerten rund 80 Prozent zum Gewinn des BBVA-Konzerns bei./stw/lew/mis

Quelle: dpa-Afx