ESSEN (dpa-AFX) - Der Baukonzern Hochtief profitiert weiterhin von einer hohen Nachfrage nach Rechenzentren. Umsatz und operative Ergebnisse legten zweiten Quartal zu. "In allen unseren Märkten sehen wir eine anhaltende Nachfrage nach Infrastruktur", sagte Unternehmenschef Juan Santamaría Cases, der auch Chef der Hochtief-Mutter ACS ist, am Montag laut einer Mitteilung. In Deutschland würden sich durch verstärkte Investitionen in die Verkehrs-, Energie- und digitale Infrastruktur zusätzliche Chancen ergeben. Das Gewinnziel für das laufende Jahr hatte das Unternehmen zuvor in einer separaten Mitteilung erhöht.

Die Aktien des Bau- und Infrastrukturkonzerns machten vorangegangene Kursverluste wieder wett. Am Nachmittag lagen sie nach der Vorlage der Quartalszahlen mit 0,6 Prozent im Plus bei 450 Euro.

Der um Sondereffekte bereinigte Konzerngewinn legte im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 263,2 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen in Essen mitteilte. Das war mehr, als Analysten erwartet hatten. Im laufenden Jahr rechnet Hochtief nun mit einem bereinigten Nettogewinn von 1,025 bis 1,1 Milliarden Euro. Das sind jeweils 75 Millionen mehr als zuletzt in der Planung. 2025 war der bereinigte Gewinn um 26,3 Prozent auf 789,3 Millionen Euro gestiegen.

Inklusive Sondereffekten wies Hochtief in den drei Monaten bis Ende Juni einen Gewinn von 257,6 Millionen Euro aus. Das waren knapp 49 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Der Umsatz kletterte um 13,6 Prozent auf gut 10,7 Milliarden Euro. Der Auftragseingang wuchs um fast ein Viertel auf 16,3 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand betrug Ende Juni knapp 84,8 Milliarden Euro./mne/men

Quelle: dpa-Afx