MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Lkw- und Zugbremsenhersteller Knorr-Bremse
Der Kurs sank zuletzt um vier Prozent auf 92,45 Euro. Damit liegt das Papier auch seit Jahresbeginn mittlerweile leicht im Minus. Im Zwölfmonatsvergleich hat es sich noch um 14 Prozent verteuert.
Die Resultate aus dem dritten Quartal seien durchwachsen, im Zuggeschäft habe das Unternehmen enttäuscht, schrieb Jefferies-Experte Lucas Ferhani. Immerhin deute der Ausblick für das vierte Quartal für die Zugsparte eine Erholung bei den Aufträgen an. Marktteilnehmer dürften aber auf eine Bestätigung dieser Aussichten warten.
Im dritten Quartal setzte der Konzern rund 2,05 Milliarden Euro und damit 9 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Die bereinigte operative Marge (Ebit) fiel mit 14,6 Prozent rund 1,3 Prozentpunkte besser aus. Der Auftragseingang stieg um knapp 5 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro. Unter dem Strich lag der Gewinn bei 184 Millionen Euro, 153 Millionen waren es vor einem Jahr. Die Werte blieben zum Teil etwas hinter den Erwartungen zurück.
In der Schwäche der Lkw-Branche im vergangenen Jahr hatte die Zugsparte Knorr-Bremse Halt gegeben. Nun zieht die Zulieferung von Nutzfahrzeugherstellern wieder an, während es in der Zugsparte bei den Bestellungen deutlich herunterging. So knickten die Aufträge im Zuggeschäft um fast 11 Prozent ein, während sie bei den Trucks um nahezu ein Drittel in die Höhe schnellten. Das Zuggeschäft ist bei Knorr-Bremse deutlich profitabler als das Lkw-Geschäft./men/jha/tav/jha/
Quelle: dpa-Afx