EINBECK (dpa-AFX) - KWS Saat will nach einem Umsatzrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 (Ende Juni) wieder wachsen. Bei der Rentabilität erwartet das Unternehmen im laufenden Jahr jedoch keine großen Sprünge. "Im Geschäftsjahr 2025/2026 wurde erneut deutlich, wie angespannt das Umfeld für die Landwirtschaft weltweit bleibt", sagte Vorstandssprecher Felix Büchting am Mittwoch laut einer Mitteilung. Klimatische Extreme, zunehmender Krankheitsdruck und schwankende Agrarmärkte stellten Landwirte vor große Herausforderungen.

Die Aktie verlor zum Handelsstart deutlich und sank um 11 Prozent. Die schwachen Resultate des Saatgutkonzerns für das abgelaufene Geschäftsjahr hätten die Erwartungen verfehlt, schrieb Volker Bosse von der Baader Bank am Mittwoch in einer ersten Reaktion. Der solide Ausblick auf 2026/27 bleibe unter den Konsensschätzungen. Der Ausblick des Saatgutherstellers dürfte Anlegern kaum reichen für eine bessere Stimmung, vor allem nach dem zuletzt guten Lauf der Aktien, erklärte ein Händler in einer ersten Reaktion.

Für das laufende Jahr peilt der Saatguthersteller einen Umsatzzuwachs auf vergleichbarer Basis, also ohne Währungs- und Portfolioeffekte, von rund drei Prozent an. Das ist das untere Ende des Umsatzziels für 2028. Bis dahin strebt das Unternehmen ein jährliches organisches Umsatzplus von drei bis fünf Prozent an.

Im vergangenen Geschäftsjahr schrumpfte der Erlös des SDax -Konzerns organisch um ein Prozent auf 1,63 Milliarden Euro. Das Unternehmen begründete dies vor allem mit dem Rückgang der Anbauflächen von Zuckerrüben und Mais.

Vom Umsatz sollen im laufenden Geschäftsjahr als operatives Ergebnis (Ebitda) 19 bis 20 Prozent hängen bleiben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende Juni betrug die operative Marge 21,1 Prozent. Darin enthalten war allerdings ein positiver Sondereffekt von 29 Millionen Euro aus dem Verkauf von Lizenzrechten im Rahmen der Veräußerung des nordamerikanischen Maisgeschäftes. Bereinigt um Sondereffekte ging die Marge von 20,4 auf 19,3 Prozent zurück.

Das operative Ergebnis (Ebitda) sank um 2,1 Prozent auf 343,1 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb aber ein Gewinn von 158,4 Millionen Euro nach 140 Millionen ein Jahr zuvor, auch dank eines deutlich verbesserten Finanzergebnisses. Die Dividende soll im Vergleich zum Vorjahr um fünf Cent auf 1,30 Euro je Aktie steigen./mne/tav/stk

Quelle: dpa-Afx