HAMBURG (dpa-AFX) - Der Windkraftanlagen-Hersteller Nordex
Die im MDax
Zuvor hatte der Sektor wegen hoher Zinsen einen Großteil seiner Frühjahresrally wieder eingebüßt. So war der Nordex-Kurs im Oktober auf dem niedrigsten Niveau seit Ende Februar angekommen. Mit der aktuellen Erholung beläuft sich das Kursplus seit Jahresbeginn auf rund 45 Prozent. Seit dem im Frühjahr erreichten Rekordniveau hat die Aktie allerdings 17 Prozent eingebüßt.
Nach Ansicht von Metzler-Analyst Guido Hoymann bietet der Turbinenauftragsbestand von Nordex in Höhe von 12,2 Gigawatt eine gute Planungssicherheit für die nächsten ein bis zwei Jahre. Das Thema des steigenden Strombedarfs, der durch KI, E-Mobilität, Wärmepumpen und andere Faktoren angetrieben wird, spiele Unternehmen wie Nordex sicherlich in die Hände, schrieb er.
Ein gewisses Risiko sieht er hingegen in Deutschland, dem für die Hanseaten wichtigsten Markt. Hier halte der Netzausbau nicht mit den Kapazitätswachstumszielen und Genehmigungen Schritt. Infolgedessen stauen sich laut Hoymann bereits baureife Projekte an. Zudem zielten Regierungsinitiativen wie die EEG-Novelle und das Netzpaket darauf ab, das Ausbautempo von Windkraft und Photovoltaik an den langsameren Netzausbau anzupassen, beschrieb der Analyst die Situation hierzulande weiter.
Je nachdem, wie die politischen Debatten um diese Themen ausgehen, könne sich seine Einschätzung des deutschen Marktes ändern. Hoymann sieht es daher positiv, dass etwa ein Sechstel des Auftragseingangs der ersten neun Monate 2026 aus den USA stammte. Dies markiere einen erfolgreichen Wiedereinstieg in diesen großen Markt./lew/tav/stk
Quelle: dpa-Afx