LANDSBERG AM LECH (dpa-AFX) - Der Großküchenhersteller Rational
Die im MDax
Das Papier hat an der Börse seit Jahren einen schweren Stand. Nach einem jahrelangen Höhenflug kostete die Aktie im Sommer 2021 zeitweise mehr als 1.000 Euro. In den Jahren danach stürzte das Papier aber zeitweise bis auf fast 400 Euro ab. Davon hat sich die Aktie aber wieder deutlich erholt. Derzeit wird Rational an der Börse mit 7,5 Milliarden Euro bewertet. Die Mehrheit der Anteile liegt in den Händen der Gründerfamilie oder ihr nahestehender Personen.
Vor allem aufgrund eines Sondereffekts durch die US-Zollrückerstattung im zweiten Quartal und einer dadurch bedingten Reduzierung von Rückstellungen wurde die Jahresprognose für die Marge, gemessen am Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit), leicht erhöht. Nun stehen 26 bis 27 Prozent im Plan nach zuvor 25 bis 26 Prozent.
Die Erwartung für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) für das laufende Jahr von 340 bis 360 Millionen Euro wurde dagegen bestätigt. "Mit Blick auf das sehr starke vierte Vorjahresquartal erwartet Rational in den letzten drei Monaten 2026 ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich", hieß es weiter. Für das Gesamtjahr gehe das Unternehmen daher jetzt vom unteren Bereich der bisherigen Wachstumsbandbreite im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich aus.
Im dritten Quartal lag die operative Marge bei 27,5 Prozent nach 25,9 Prozent ein Jahr zuvor. Der operative Gewinn (Ebit) erreichte 91,3 Millionen Euro nach knapp 81 Millionen im Vorjahreszeitraum. Neben der operativen Entwicklung habe sich die Senkung der US-Zollsätze auf 15 Prozent positiv ausgewirkt. Deshalb seien auch Rückstellungen für US-Zölle reduziert worden.
"Hieraus entstand im dritten Quartal ein positiver Margeneffekt von etwas mehr als einem Prozentpunkt", so das Unternehmen. Bereinigt um die Zollrückerstattung lag die Ebit-Marge nach neun Monaten bei 25,4 Prozent./stk/jha/he/he
Quelle: dpa-Afx