LIPPSTADT (dpa-AFX) - Der Autozulieferer Forvia Hella
Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn des Lichtspezialisten fiel in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp zehn Prozent auf 214 Millionen Euro. Der Umsatz lag mit 3,97 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Währungsbereinigt wäre er um 1,6 Prozent auf 4,04 Milliarden geklettert, hieß es. Die bereinigte operative Marge ging damit um 0,6 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent zurück.
Unterm Strich wuchs der Gewinn allerdings um die Hälfte auf 97,5 Millionen Euro, weil der Konzern ein Jahr zuvor deutlich mehr Geld für den Konzernumbau mit Stellenstreichungen aufgewendet hatte.
Im laufenden Jahr peilt Hella weiterhin einen währungsbereinigten Umsatz zwischen rund 7,4 und 7,9 Milliarden Euro sowie eine operative Marge zwischen rund 5,4 und 6,0 Prozent an. 2025 hatte die Tochter des französischen Konzerns Forvia
Die Hella-Aktie notierte am Freitagvormittag zuletzt kaum verändert bei 70,20 Euro. In diesem Jahr hat der Kurs um 15 Prozent nachgegeben. Der Handel mit dem Papier ist dünn, weil mit rund 82 Prozent ein Großteil der Anteile bei der Mutter Forvia liegt und der Streubesitz klein ist. Wegen der Marktkapitalisierung von 7,8 Milliarden Euro ist der Wert allerdings weiter im MDax notiert.
Hella leidet wie andere Zulieferer unter der schwachen Branchenlage in der Automobilindustrie. Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ging im ersten Halbjahr den Westfalen zufolge um ein Prozent zurück. Hella versucht, sich stärker auf die wachsenden Bereiche Elektronik und Ersatzteile auszurichten und spart im traditionellen Scheinwerferbereich, der im ersten Halbjahr erneut weniger Umsatz machte.
Die Franzosen von Forvia selbst standen im ersten Halbjahr wegen der Branchenschwäche ebenso weiter unter Druck. Der Umsatz schwand um 4,3 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro. Die bereinigte operative Marge stieg hingegen um 0,3 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent. Die Forvia-Aktie zog in Paris um mehr als 4 Prozent auf 9,95 Euro an und reduzierte damit die bisher aufgelaufenen Kursverluste in diesem Jahr auf 27 Prozent./men/mne/mis
Quelle: dpa-Afx