COURBEVOIE (dpa-AFX) - Der Baustoffkonzern Saint-Gobain
Am Vormittag verlor das im EuroStoxx 50
Saint-Gobain profitierte im Berichtszeitraum zwar von der starken Nachfrage nach Baumaterialien für Rechenzentren, wie der Konzern am Dienstagabend in Paris mitteilte. Die Geschäftsentwicklung sei aber unter anderem durch den anhaltenden Abschwung im britischen Bausektor, eine verhaltene Renovierungstätigkeit in Frankreich und weniger neue Wohnungsbauprojekte in Nordamerika beeinträchtigt worden, hieß es. Rückläufig war das Geschäft zudem im sehr volatilen lateinamerikanischen Markt, während die Region Asien-Pazifik dank einer starken Nachfrage aus Indien durch neu gewonnene Bauprojekte am deutlichsten zulegen konnte.
Ben Rada Martin von der US-Bank Goldman Sachs konstatierte jedoch, dass das Wachstum des Konzerns sich insgesamt weiter abschwäche. Auch die Aussichten auf das vierte Quartal seien eher gedämpft, schrieb der Experte. Er befürchtet, dass sich die maue Tendenz beim Absatz auch noch bis in das kommende Jahr hinein fortsetzen dürfte.
Auch Jefferies-Expertin Glynis Johnson sah viel Schatten in der Quartalsbilanz. Sie hatte sich selbst ein stärkeres Wachstum erhofft und hält es auch nicht für ausgeschlossen, dass die Marktschätzungen für 2026 und 2027 geringfügig sinken könnten. Dies spiegelt die gesunkene Bewertung an der Börse aus ihrer Sicht aber bereits wider. Die veröffentlichten Zahlen und der bestätigte Ausblick dürften der Stimmung nicht aufhelfen, so Johnson.
Unternehmenschef Benoit Bazin peilt für das laufende Jahr weiterhin eine operative Marge von mehr als 15 Prozent an, nach 15,5 Prozent im Jahr 2025. Auch soll der vergleichbare Umsatz in der zweiten Jahreshälfte 2026 steigen, ein konkretes Ziel nennt der Manager hier aber nicht./tav/mis/stk
Quelle: dpa-Afx