BERLIN (dpa-AFX) - Der angeschlagene VW
Bei der Kernmarke Volkswagen
Porsche
Schwaches China-Geschäft - und höhere Nachfrage nach E-Autos
In China, wo die deutschen Autobauer insgesamt mit einem schrumpfenden Markt und lokaler Konkurrenz zu kämpfen haben, brachen die Verkäufe von VW um mehr als ein Drittel auf nur noch 424.300 Fahrzeuge ein. Die dortige Situation bleibe herausfordernd, sagte Audi-Vertriebsvorstand Marco Schubert, der das Ressort auch im Gesamtkonzern betreut.
Besser lief es dagegen für VW in Nordamerika, wo Europas Autobauer unter den neuen Zöllen von US-Präsident Donald Trump leiden: 242.000 Autos wurden dort ausgeliefert, fast 8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das Minus im ersten Quartal konnte damit aber noch nicht ausgeglichen werden.
Zulegen konnte der Konzern in Europa: In Westeuropa wurden gut 900.000 Fahrzeuge ausgeliefert, knapp 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei den E-Autos lag das Plus europaweit sogar bei knapp 6 Prozent auf gut 200.000 Fahrzeuge. Der Auftragsbestand vollelektrischer Fahrzeuge in Europa habe sich gegenüber Ende vergangenen Jahres insgesamt um mehr als 50 Prozent erhöht, sagte Schubert. Fast ein Drittel des Auftragsbestandes in Europa entfalle inzwischen auf reine Batterieautos.
Auch andere Autobauer mit sinkendem Absatz
Abstürzende Verkäufe in China drückten auch die Absatzzahlen von BMW
Bei den Konzernmarken zeigte sich vor allem Mini stark. Hier gab es ein Plus von 17 Prozent auf 81.035 Autos. Die Kernmarke schwächelte dagegen mit meinem Minus von 7,7 Prozent auf 508.675 Autos.
Auch bei einem der großen deutschen Konkurrenten von BMW zeigen die Zahlen nach unten: Mercedes
Autostandort Deutschland in der Krise?
Angesichts der schwierigen Marktlage deutscher Autobauer und der hiesigen hohen Kosten sorgt sich der Verband der Automobilindustrie (VDA) um die Wettbewerbsfähigkeit des Autostandortes Deutschland. "Unsere Kostenstruktur hier ist im Vergleich zu anderen Produktionsstandorten schon in Europa oftmals viel zu teuer. Und deshalb braucht es konsequente Reformen", sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller im ZDF-"Morgenmagazin".
Beim "Kostenrucksack", den man in Deutschland habe, gehe kein Weg an Reformen vorbei - das wisse die Politik auch schon lange, sagte Müller. Man müsse die Frage stellen, ob alles getan worden sei, um etwa mit Blick auf Energie- und Bürokratiekosten, Steuern, Abgaben und Umlagen wettbewerbsfähig zu sein./trs/DP/men
Quelle: dpa-Afx