MÜNCHEN (dpa-AFX) - Beim IT-Dienstleister Nagarro
Im Wesentlichen gehe es um die Aufzeichnung, Erfassung und geografische Aufschlüsselung von Umsatzerlösen sowie die erstmalige bilanzielle Erfassung von Unternehmenserwerben. Hinzu kämen die Beschreibung des Geschäftsmodells und die Risikoberichterstattung im Lagebericht.
An der Börse kamen die Neuigkeiten schlecht an: Die Nagarro-Aktie gab am Mittwoch kurz nach Handelsbeginn um rund 2,5 Prozent nach.
Nagarro ist der Auffassung, dass die Berichte keine wesentlichen Fehler im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes aufweisen und legte Widerspruch ein. Ein Antrag auf aufschiebende Wirkung des Widerspruchs scheiterte aber am Dienstag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt. Nun sei damit zu rechnen, dass die Bafin die Fehlerfeststellungen auch während des noch laufenden Widerspruchsverfahrens unverzüglich veröffentlichen werde, hieß es vom Unternehmen.
Mögliche bestandskräftige Fehlerfeststellungen hätten nach Information der Gesellschaft keine Auswirkungen auf spätere Konzernabschlüsse oder zusammengefasste Lageberichte, hieß es. Zudem habe Nagarro nach externen Vorwürfen aus der Vergangenheit bezüglich Betrugs bereits eine unabhängige Untersuchung dieser Vorwürfe beauftragt. Keine der in früheren Medienberichterstattungen oder in Kommentaren von Leerverkäufern vorgebrachten Behauptungen hätten sich als begründet erwiesen. Es seien auch keine Hinweise auf Betrug oder ein Fehlverhalten gefunden worden, schrieb Nagarro.
Derweil steht der IT-Dienstleister vor einer Übernahme durch den indischen Konzern Persistent
Persistent will mindestens die Hälfte der Anteile erwerben. Rund 20 Prozent hat sich das indische Unternehmen von der Gründerfamilie gesichert und damit bereits einen großen Schritt in Richtung der 50 Prozent geschafft. Auch Mitglieder des Vorstands planen, ihre privat gehaltenen Aktienpakete in das Angebot einzuliefern./men/mne/stw/mis
Quelle: dpa-Afx