MEMPHIS (dpa-AFX) - Der US-Logistikkonzern Fedex
Nach Veröffentlichung des Quartalsberichts rutschte die Fedex-Aktie im nachbörslichen US-Handel zunächst über 7 Prozent ab. Im vorbörslichen Handel am Donnerstag reduzierte sich das Minus auf knapp ein Prozent. Eine Umstellung der Veröffentlichungsmodalitäten mache einen Vergleich der Zahlen mit den Analystenschätzungen schwierig, hieß es am Markt.
Im dritten Quartal stieg der Umsatz von Fedex um zwölf Prozent auf 22,9 Milliarden US-Dollar (20,5 Mrd Euro). Der Gewinn unter dem Strich sank um rund zwei Drittel auf 290 Millionen US-Dollar. Das lag unter anderem an Umbaukosten außerhalb der USA. Fedex will sich etwa von seiner Frachtsparte trennen.
Zudem kämpft der Konzern mit inflationsbedingt gestiegenen Kosten, etwa für Energie. Einen Teil davon versucht er wie seine Wettbewerber durch Treibstoffzuschläge an die Kunden weiterzugeben. Dies geschieht aber leicht zeitversetzt und gelingt auch nicht immer vollständig. Hinzu kommen die raschen Änderungen in der globalen Handelspolitik und Schwankungen in der wirtschaftlichen Entwicklung.
Für den JPMorgan-Analysten Brian Ossenbeck lässt das Zahlenwerk positive Rückschlüsse für den Konkurrenten DHL zu. Die Bonner haben bereits Mitte Oktober Eckdaten vorgelegt und ihre Jahresziele erhöht. Bei der Vorlage des endgültigen Zahlen in einer Woche dürfte daher aber umso mehr die Mengenentwicklung in den kommenden Wochen im Fokus stehen.
Ossenbeck wertete die Fedex-Zahlen als positives Signal für die nun anstehende Hochsaison. In das laufende wichtige Schlussquartal fallen neben Weihnachten auch Aktionstage des Handels wie der Black Friday. In dieser Zeit wird in der Logistik- und Zustellerbranche entsprechend viel Geschäft gemacht.
Der US-Konzern UPS hatte vor zwei Tagen seine Jahresziele ebenfalls nach oben geschraubt und sich für die anstehende heiße Phase zuversichtlich gezeigt./lew/he/jha/
Quelle: dpa-Afx