BERLIN (dpa-AFX) - Flugtickets bei Flügen aus Deutschland werden wie geplant ab Juli weniger stark besteuert. Der Bundesrat hat entsprechende Pläne zur Senkung der Ticketsteuer abschließend passieren lassen. Der Bundestag hatte bereits zugestimmt. Die Abgabe sinkt je nach Strecke um einen Betrag zwischen 2,50 Euro und 11,40 Euro pro Flug. Ob Flugtickets dadurch günstiger werden, hängt allerdings davon ab, ob die Airlines die Ersparnis an die Kunden weiterreichen. Angesichts stark gestiegener Kerosinpreise gilt das zumindest als zweifelhaft.
Mit der Maßnahme wird die Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag von Union und SPD eingelöst, die unter der Vorgängerregierung vorgenommene Anhebung der Luftverkehrsteuer wieder zurückzunehmen. Dem Staat entgeht durch die Steuersenkung jedes Jahr ein mittlerer dreistelliger Millionenbetrag. Im Gesetzentwurf wird für das laufende Jahr ein Einnahmenminus von 185 Millionen Euro errechnet. Bis 2030 steigt der jährliche Fehlbetrag auf 355 Millionen Euro.
Wie stark die Ticketsteuer sinkt, hängt vom Zielort des jeweiligen Flugs ab: Bei Kurzstrecken geht sie von derzeit 15,53 Euro auf 13,03 Euro zurück, bei Mittelstrecken von 39,34 Euro auf 33,01 Euro und bei Langstreckenflügen von 70,83 Euro auf 59,43 Euro./jr/DP/stk
Quelle: dpa-Afx