BERLIN (dpa-AFX) - Der Tarifkonflikt für bundesweit rund 60.000 Beschäftigte bei der Deutschen Telekom
Im Einzelnen sieht das Tarifergebnis vor, dass das sogenannte "zusätzliche Monatsentgelt", eine dauerhafte tarifliche Zulage für Konzernbeschäftigte, ab August von 190 auf 340 Euro angehoben wird. Ab Juli 2027 steigt diese Entgeltkomponente nochmals auf 480 Euro. Ab Juni 2028 werden zudem die Tabellenentgelte um 2,4 Prozent erhöht. Betriebsbedingte Kündigungen werden für die gesamte Laufzeit des Tarifvertrags (33 Monate bis 31. Dezember 2028) ausgeschlossen.
Bonus für Gewerkschaftsmitglieder
Tarifbeschäftigte, die zum Stichtag 28. Mai 2026 Verdi-Mitglied sind, erhalten nach Gewerkschaftsangaben in diesem Jahr zudem erstmals einen einmaligen Mitgliederbonus in Höhe von 440 Euro; sind sie Ende 2028 weiter Verdi-Mitglieder, erhalten sie einen weiteren Bonus in Höhe von 220 Euro, wie die Gewerkschaft weiter mitteilte.
Verdi hatte unter anderem eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten sowie einen Verdi-Mitgliederbonus von 660 Euro im Jahr verlangt.
"Mehr Geld, mehr Schutz, mehr Anerkennung, mehr Solidarität - das ist ein Vierklang, mit dem wir zentrale Ziele in dieser Tarifrunde erreichen konnten", sagte Verdi-Verhandlungsführer Frank Sauerland. "Ohne die starke Beteiligung der Beschäftigten an den Warnstreiks, Kundgebungen und Aktionen wäre das so nicht möglich gewesen." Telekom-Personalvorständin Birgit Bohle sprach von einem "ausgewogenen Abschluss", der "ein klares Zeichen für Stabilität und Verlässlichkeit" setze und zugleich den Beschäftigten ein deutliches Gehaltsplus sichere./kf/DP/he
Quelle: dpa-Afx