KÖLN (dpa-AFX) - Telekom-Chef
Als Beispiel nannte er "Dark Factorys" in China - also Fabriken, in denen nur KI-Roboter arbeiten und kein Licht an ist. Die Produktivitätsvorteile solcher Fabriken seien groß. KI sei in der Produktion das Gehirn, so Höttges. "Wir müssen uns nicht über die Chinesen beschweren, wir müssen es selber machen."
Höttges bezeichnete KI "als das größte Geschenk". Deutschland und Europa könnten dadurch Softwarenachteile aufholen, die Produktivität erhöhen, Arbeitsabläufe neu organisieren und Kosten reduzieren. Menschen seien dabei weiterhin wichtig. "Ich bin der größte Optimist für KI, der hier auf dieser Messe rumläuft - das ist nicht nur Managementgelaber", sagte er.
KI-Antworten im Kundenservice
Als Beispiel für Vorteile der KI für eine Firma und für ihre Kunden nannte Höttges den Kundenservice. Inzwischen würden 60 Prozent der Kundenanfragen bei der Telekom durch KI-Assistenten beantwortet. "Das ist ein riesiger Gewinn." Den Kunden würde dank KI schneller geholfen und die Mitarbeiter hätten dadurch mehr Zeit, sich besser mit den anderen Kundenanfragen zu beschäftigen.
Er selbst nutze im Arbeitsalltag einen KI-Assistenten etwa für die Beantwortung von Mails. 80 Prozent der Mails, die ihn erreichten, beantworte er selbst. "Meine Sekretärin hat eigentlich wenig zu tun", sagte er augenzwinkernd.
Höttges gab aber zu bedenken, dass man beim Thema KI nicht naiv sein dürfe. "Am Ende des Tages muss KI uns Menschen dienen", sagte Höttges. "Und am Ende des Tages muss KI nicht nur ein paar große, gigantische amerikanische Konzerne zu noch mehr Profit führen."
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Quelle: dpa-Afx