FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax
"Für Kopfzerbrechen dürfte weiterhin die Entwicklung der Anleihemärkte dies- und jenseits des Atlantiks sorgen", sagte Emden. Der Ölpreis und die Anleiherenditen seien derzeit die entscheidenden Faktoren für die Börsen.
Aktienstratege Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg sieht in steigenden Anleiherenditen nicht per se eine Belastung für Dividendenpapiere. Denn meistens spiegelten sie eine Konjunkturaufhellung und damit bessere Gewinnaussichten der Unternehmen wider. Der marktbreite US-Aktienindex S&P 500
"Dies galt jedoch nur dann, wenn die Rendite zehnjähriger US-Treasuries unterhalb von 5 Prozent lag, was inzwischen nicht mehr der Fall ist", konkretisierte Experte Streich. "Überstieg sie dieses Niveau, ging der US-Markt zwar nicht gleich zwingend in die Knie, entwickelte sich jedoch nur noch unterdurchschnittlich." In den vergangenen Tagen ist die Rendite in der zehnjährigen Laufzeit deutlich über die 5-Prozent-Marke geklettert, hat sich zuletzt aber stabilisiert.
Auch in Europa beschäftigt der Höhenflug der Anleiherenditen die Investoren, wie es im Wochenausblick der DZ Bank heißt. Dieser habe die großen Aktienindizes weltweit belastet, wobei sich der Nasdaq 100
In den vergangenen Wochen hatten eigenständige Hacking-Attacken durch Künstliche Intelligenz Sorgen wegen möglicher Risiken der Technologie geschürt. Ein baldiger Börsengang von Anthropic könnte allerdings wieder für positive Impulse sorgen.
Der Anbieter der KI-Software Claude wolle ab dem 9. November formell bei Investoren für die Aktien werben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg und berief sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen. Damit könnte der Handel mit den Anthropic-Aktien noch vor dem US-Feiertag Thanksgiving am 26. November beginnen. Der Konkurrent und ChatGPT-Entwickler OpenAI hatte Mitte September erklärt, dass sein Börsengang nicht mehr in diesem Jahr über die Bühne gehen werde.
Für die neue Woche sieht die Unternehmensagenda noch übersichtlich aus. Am Dienstag könnte eine Anlegerveranstaltung von Marvell Technology
Auf den KI-Börsenzug wollen zunehmend auch Unternehmen aus traditionelleren Branchen aufspringen - wie etwa die Deutsche Telekom
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-Afx