Viele Marktteilnehmer rechnen damit, dass der KI-Boom und die Gewinne bald abflachen. Eine neue PwC-Studie deutet jedoch darauf hin, dass die eigentliche Investitionswelle erst noch bevorsteht.

Der aktuelle Ausbau der KI-Infrastruktur könnte noch größer und langfristiger ausfallen als bislang gedacht – zumindest, wenn es nach PwC gilt. Laut einer neuen Studie des Wirtschaftsprüfers sollen bis 2050 weltweit rund 31,6 Billionen US-Dollar in KI-Rechenzentren fließen. Sollte die Verbreitung von Künstlicher Intelligenz schneller verlaufen als im Basisszenario angenommen, könnten die Investitionen sogar auf bis zu 50 Billionen Dollar ansteigen. Damit würde der Boom frühere Infrastrukturwellen wie den Ausbau der Eisenbahn, die Elektrifizierung oder das Internet deutlich übertreffen.

Die Hauptprofiteure der Investitionen

Besonders profitieren dürfte die Halbleiterbranche. Denn ein Großteil der Investitionen soll nicht auf die Gebäude selbst, sondern auf die darin verbaute Hardware entfallen. Dazu gehören unter anderem GPUs, CPUs, Server, Speicher und Netzwerktechnik. Unternehmen wie Nvidia könnten damit zu den wichtigsten Profiteuren gehören.

Allein in den USA erwartet PwC bis 2050 Investitionen von 15,1 Billionen Dollar. Auf den asiatisch-pazifischen Raum sollen 8,2 Billionen Dollar und auf Europa 5,6 Billionen Dollar entfallen. Weltweit sollen die jährlichen Ausgaben für Rechenzentren von derzeit rund 800 Milliarden Dollar auf 1,1 Billionen Dollar im Jahr 2030 und 1,8 Billionen Dollar im Jahr 2050 steigen.

Was die Prognose für KI-Aktien bedeutet

Für Anleger ist die PwC-Studie ein wichtiges Signal: Der aktuelle KI-Investitionszyklus könnte deutlich länger dauern als der Markt bislang einpreist. Die hohen Umsätze und Gewinne bei Chip-, Speicher- und Infrastrukturunternehmen könnten damit länger Bestand haben als derzeit erwartet.

Allerdings sind Prognosen über einen Zeitraum von fast 25 Jahren mit enormer Unsicherheit verbunden. Neue Chiparchitekturen, effizientere KI-Modelle oder bislang unbekannte Technologien könnten den Bedarf an Rechenleistung grundlegend vermindern oder verschieben. Die Billionenprognosen sollten daher eher als langfristiges Szenario und nicht als verlässliche Vorhersage verstanden werden.

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Häufig gestellte Fragen:

Wie viel soll weltweit in KI-Rechenzentren investiert werden?

PwC erwartet bis 2050 Investitionen von rund 31,6 Billionen US-Dollar. Bei einer schnelleren KI-Verbreitung könnten es sogar bis zu 50 Billionen Dollar werden.

Welche Unternehmen profitieren besonders vom KI-Ausbau?

Vor allem Halbleiter-, Speicher-, Server- und Netzwerkausrüster dürften profitieren. Dazu zählen beispielsweise Nvidia sowie weitere Anbieter von Chips und Rechenzentrums-Hardware.

Sind die PwC-Prognosen verlässlich?

Die Zahlen sind langfristige Szenarien und keine sicheren Vorhersagen. Technologische Fortschritte oder effizientere KI-Modelle könnten den tatsächlichen Investitionsbedarf deutlich verändern.