Nvidia will nicht nur den wichtigsten KI-Chip liefern. Mit neuen Deals zielt CEO Jensen Huang auf die komplette Architektur der Künstlichen Intelligenz.
Nvidia zählt derzeit zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Der US-Konzern hat eine marktbeherrschende Position bei Hochleistungschips, die im KI-Boom besonders gefragt sind. Doch CEO Jensen Huang denkt längst weiter.
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Neue Deals: Nvidia greift nach der KI-Architektur
Statt sich nur auf den Chip selbst zu konzentrieren, zielt Nvidia auf die gesamte Architektur, die ihn umgibt. Das zeigen die jüngsten Deals des Chipkonzerns. So hat sich das KI-Unternehmen Anthropic, bekannt für sein Modell Claude, dazu verpflichtet, für 35 Milliarden Dollar Rechenkapazität bei Lambda zu mieten. Lambda ist ein spezialisierter Cloud-Anbieter, der auf Nvidia-Technologie setzt und an dem Nvidia selbst beteiligt ist.
Zudem hat Nvidia kürzlich 3,5 Milliarden Dollar in Form von Wandelanleihen in den taiwanischen Chipkonzern MediaTek investiert. MediaTek soll Kunden dabei unterstützen, eigene KI-Chips zu entwickeln, die sich in umfassendere Systeme von Nvidia einfügen. Der Clou für Huang: Kunden können Chips entwickeln, die mit den GPUs von Nvidia konkurrieren, und diese anschließend über NVLink Fusion mit der breiteren Rechenzentrumsarchitektur von Nvidia verbinden.
Wie viel Nvidia mit einer KI-Fabrik verdienen kann, wenn ein anderer Anbieter den zentralen KI-Chip liefert, hat das Unternehmen bislang nicht offengelegt. Der Verlust des Chips bedeutet damit aber nicht mehr zwangsläufig den Verlust des gesamten Geschäfts. Nvidia positioniert sich so, dass der Konzern in beiden Fällen beteiligt ist: wenn Kunden Nvidia-GPUs kaufen – und wenn sie eigene Chips entwickeln.
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Nvidia verwebt sich tiefer in das gesamte KI-Geschäft
Die Deals lassen sich zwar nicht eins zu eins vergleichen: Hier geht es um eine Investition des Konzerns selbst, dort um die Ausgaben eines anderen KI-Unternehmens bei einer Firma, an der Nvidia beteiligt ist. Doch sie verdeutlichen die Strategie, die Nvidia verfolgt.
Statt sich nur auf das Chipgeschäft zu konzentrieren, verwebt sich der Konzern immer stärker mit der gesamten KI-Architektur. Die wachsende Umsatzchance entsteht damit nicht nur durch den Verkauf des eigentlichen Grafikprozessors, sondern durch immer größere Teile der Infrastruktur rund um die KI-Fabrik.
Die Nvidia-Aktie befindet sich aktuell nach starken Quartalszahlen und einem noch stärkeren Ausblick in einer Aufwärtsbewegung und tendiert nahe ihrem Allzeithoch. Viele Analysten sehen aber noch mehr Potential und raten zum Kauf. Die Börse-Online-Redaktion hat die Aktie schon länger empfohlen.
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Häufige Fragen
Was macht Nvidia?
Nvidia entwickelt vor allem Grafikprozessoren und KI-Chips, die in Rechenzentren, Supercomputern und bei Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz eingesetzt werden.
Warum ist Nvidia für die KI-Branche so wichtig?
Nvidia liefert die Hardware, auf der viele KI-Modelle trainiert und betrieben werden. Damit ist das Unternehmen ein zentraler Anbieter für die Infrastruktur hinter dem KI-Boom.
Was ist NVLink Fusion?
NVLink Fusion ist eine Technologie von Nvidia, mit der sich verschiedene Chips und Systeme miteinander verbinden lassen. So können auch eigene KI-Chips in Nvidias Rechenzentrumsarchitektur eingebunden werden.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
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