Allianz-Aktie: Neue Aktien-Rückkäufe katapultieren Papier an Dax-Spitze
· Börse Online Redaktion
Die Nachricht kam zwar bei den Investoren gut an, doch im bisherigen Jahresverlauf nützt das aktuelle Kursplus den Allianz-Papieren nur wenig: Im europäischen Versicherersektor zählen sie mit einem Verlust von aktuell rund 7 Prozent immer noch zu jenen Werten, die sich seit Jahresbeginn am schlechtesten entwickelt haben.
Analyst Johnny Vo von der US-Investmentbank Goldman Sachs hatte aufgrund des im Vergleich zum Börsenwert der Allianz geringen Volumens der Aktienrückkäufe, nämlich nur 1,3 Prozent im Vergleich zum Montagsschlusskurs, sowieso nur eine moderate Kursreaktion erwartet.
Allerdings sieht er in dem Schritt "einen Hinweis auf die kontinuierliche Kapitaldisziplin der Allianz". Zudem geht er davon aus, dass die Allianz weiter nach Übernahmemöglichkeiten Ausschau halten werde, um ihr Portfolio zu ergänzen. "Wir erwarten dabei aber weiterhin, dass dies in einem disziplinierten Umfang erfolgt."
JPMorgan-Analyst Michael Huttner lobte, dass der Versicherer stärker auf die Wertschaffung für die Anteilseigner fokussiert sei als darauf, Deals einzufädeln. Zudem werde so deutlich, dass Aktienrückkäufe ein Teil der Leistungsversprechen der Allianz an ihre Investoren seien und nicht nur eine einmalige Angelegenheit. Dabei hob er auch die Ausschüttungsquote der Allianz positiv hervor.
Huttner erwartet, dass der neuerliche Rückkauf Spekulationen im Keim ersticken dürfte, die Allianz könnte nach großen Übernahmen Ausschau halten. Schließlich hat der Konzern seit Jahresbeginn bereits einen Aktienrückkauf über 2 Milliarden Euro abgeschlossen.
Dass der JPMorgan-Experte nach wie vor positiv für die Aktien gestimmt ist, begründete er zudem auch mit dem sich weiter aufhellenden Geschäft mit Kfz-Versicherungen in Kontinentaleuropa. Die Allianz sei Europas größter Kfz-Versicherer und der Wettbewerb in diesem Bereich eher moderat.
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