Amazon-Aktie minus sechs Prozent: Konzern enttäuscht trotz Gewinnsprung mit Weihnachtsausblick
· Börse Online Redaktion
Der Umsatz entspräche einem Plus von einem Fünftel, was das schlechteste Quartalswachstum seit zumindest Anfang 2016 wäre. Anleger nahmen Reißaus: Nachbörslich gab die Amazon-Aktie mehr als sechs Prozent nach.
Dabei profitierte der Konzern im dritten Quartal erneut von seiner Stärke im Cloudgeschäft wie auch im traditionellen Onlinehandel. Der Umsatz kletterte um 29 Prozent auf 56,6 Milliarden Dollar. Dies reichte allerdings auch nicht an die Erwartungen von Analysten heran.
Finanzchef Brian Olsavsky betonte trotzdem gegenüber Journalisten, Amazon erwarte ein "starkes Weihnachtsgeschäft". Der Ausblick spiegele das wider. Amazon ist es den vergangenen Quartalen immer besser gelungen, trotz hoher Investitionen in den schwarzen Zahlen zu landen. Zuletzt sei die Belegschaft nicht mehr so schnell ausgebaut, Lager seien besser genutzt und Rechenzentren ausgelasteter gewesen, fasste Olsavsky einige der Bemühungen zur Eindämmung der Kosten zusammen.
Amazon-Gründer und -Chef Jeff Bezos - inzwischen laut Forbes der reichste Mann der Welt - hat den Konzern mit dem margenschwachen Online-Handel groß gemacht. Trotzdem investierte er frühzeitig auch in andere Bereiche wie Cloud-Dienste (AWS), Hardware wie die Echo-Lautsprecher oder Kindle-Lesegeräte und stieg mit der milliardenschweren Übernahme von Whole Foods ins Lebensmittelgeschäft ein. Das Cloud-Geschäft, in dem AWS inzwischen als Marktführer vor Microsoft und Google agiert, entpuppte sich schnell als Umsatzgarant. Im dritten Quartal legten die Erlöse um 46 Prozent auf knapp 6,7 Milliarden zu.
rtr
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