Apple, Goldman Sachs und Co. kritisieren Trumps Rückzug aus Weltklimavertrag
· Börse Online Redaktion
Auch aus der Finanzbranche und der Industrie hagelte es unmittelbar nach Trumps Erklärung Kritik. "Die Entscheidung ist ein Rückschlag für die Umwelt und für die US-Führungsposition in der Welt", erklärte der Chef der führenden US-Investmentbank Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, in seinem ersten Kommentar auf Twitter überhaupt. Die Bankenbranche gilt eigentlich als einer der großen Profiteure von Trumps Wahlsieg. Denn der Präsident hat angekündigt, die unter seinem Vorgänger Barack Obama als Lehre aus der globalen Finanzkrise verschärfte Regulierung wieder zu lockern.
Der Chef des Siemens-Rivalen General Electric, Jeff Immelt, twitterte, er sei enttäuscht. Die Industrie müsse nun unabhängig von der Regierung eine Führungsrolle übernehmen. "Der Klimawandel ist real." Auch andere Großkonzerne wie Ford und Microsoft kritisierten Trump.
Zurückhaltender fiel das Echo in der Kohle- und Öl-Branche aus. Der Präsident des Weltkohleverbands WCA, Benjamin Sporton, sagte zu Reuters, er habe gemischte Gefühle. Er wünsche sich, dass sich die USA für eine neue Vereinbarung und eine Energiepolitik einsetzten, in der auch die Kohle ihren Platz habe. Der größte US-Verband der Öl- und Gasbranche, das American Petroleum Institute, teilte knapp mit, nie eine offizielle Position zu dem Abkommen eingenommen zu haben. Allerdings hatten zuvor schon führende Mitglieder wie der Ölmulti Exxon Mobil erklärt, zum Kampf gegen den Klimawandel sei ein Rahmen wie der Pariser Vertrag nötig.
Der Industrieverband NAM betonte, er unterstütze zwar den Geist des Pariser Weltklimavertrags, einige Teile des Abkommens seien aber ungerecht für die USA. Trump hatte erklärt, sein Land wolle aus dem Klimavertrag aussteigen, weil dieser für die USA unfair sei. Zudem zweifelt er den Klimawandel an. Im Wahlkampf hatte er ihn als eine Erfindung der Chinesen bezeichnet, um der US-Wirtschaft zu schaden.
rtr
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