BASF-Aktie: Chemiekonzern muss mit wochenlangem Produktionsausfall rechnen
· Börse Online Redaktion
Analysten rechnen damit, dass die Fertigung in Ludwigshafen womöglich über das Jahresende hinaus ruht. Bis Staatsanwaltschaft und BASF selbst den Schaden untersucht haben, die Leitungen repariert und abgenommen sind, dürften Wochen vergehen. Die Ludwigshafener verwiesen auf ihre umfassende finanzielle Absicherung. "BASF verfügt über eine Sachversicherung für eigene Schäden sowie eine Haftpflichtversicherung für Schäden bei Dritten", teilte das Unternehmen mit. NordLB-Experte Thorsten Strauß äußerte sich mit Blick auf die wirtschaftlichen Folgen deshalb gelassen. "Die finanziellen Belastungen für das Unternehmen dürften sich in Grenzen halten, da die Schäden größtenteils versichert sein sollten. Entsprechend moderat blieb die Börsenreaktion auf den Vorfall", erklärte der Experte. In den vergangenen Tagen bewegte sich die BASF-Aktie im Dax kaum.
In welchem Umfang Zulieferer und BASF betroffen sind, ist noch weitgehend unklar. Der Münchner Industriegasekonzern Linde beliefert die Kurpfälzer, erwartet aber keine Konsequenzen. "Selbst wenn Produktion heruntergefahren werden sollte, ist vertraglich festgesetzt, welche Mengen abgenommen werden müssen", erklärte ein Linde-Sprecher. Lanxess und Wacker Chemie sehen sich in nicht betroffen. Evonik blickt indes banger auf den Schaden. "Mögliche Folgen des Ereignisses für Lieferketten werden geprüft", erklärte ein Sprecher des Chemiespezialisten. Branchenexperten rechnen damit, dass von dem Ausfall vor allem die US-Konkurrenten Dow Chemical und LyondellBasell Industries sowie die österreichische Borealis profitieren werden.
Am Vormittag begann unterdessen die Suche nach dem letzten Vermissten. Gegen 11.00 stiegen 17 Taucher ins Hafenbecken, wo der Mann vermutet wird, wie die Stadt Ludwigshafen mitteilte. Bei der Explosion im Ludwigshafener Landeshafen waren am Montag zwei Betriebsfeuerwehrleute ums Leben gekommen. Acht Menschen wurden schwer verletzt, 17 weitere leicht. Während der Arbeiten an einer Rohrleitung war es zu einem Brand und später zu Explosionen von brennbaren Flüssiggasen gekommen.
rtr
Buchtipp: Der Allwetter-Trader
Das Risiko „angreifen“, anstatt sich davor zu verstecken: Der erste Schritt zum Anlage-Erfolg besteht darin, Ihre Einstellung zum Risiko zu ändern. Tom Basso, unter Tradern weltweit eine echte Legende, verrät seine Philosophie, wie man lernt, das Risiko für die eigenen Investitionen zu nutzen.
Er erklärt innovative Konzepte der extremen Diversifikation, des Future-Handels sowie des Aktienengagements und Sie erfahren,
wie Sie Ihr Portfolio strukturieren und individuell anpassen können. Anhand seiner eigenen Erfahrungen zeigt Basso Wege auf, um bei jedem Marktklima erfolgreich zu sein. Erstellen Sie Ihre eigene Version eines Allwetter-Ansatzes!
Autoren: Basso, Tom
Seitenanzahl: 224
Erscheinungstermin: 18.09.2025
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-86470-978-4