Robert Kiyosaki sorgt mit seinen Theorien regelmäßig für Gesprächsstoff. Jetzt behauptet er auf der Social-Media-Plattform X, dass der Goldpreis auf 35.000 US-Dollar je Unze steigen könnte. Was ist dran an dieser Prognose?
Gold überschritt im Januar erstmals die Marke von 5.000 US-Dollar je Unze. In den folgenden Monaten sank der Wert des Edelmetalls jedoch und notierte am Montagnachmittag bei 4.191,86 US-Dollar je Unze (Stand: 22. Juni 2026, 16:39 Uhr). Trotz eines fallenden Kurses in der vergangenen Woche sagt Robert Kiyosaki, dass er aktuell nicht verkaufe - und prognostizierte wenige Tage zuvor, dass der Goldpreis auf 35.000 US-Dollar je Unze steigen könnte.
Wahn oder Realität? Kiyosaki prognostiziert extreme Gold-Rally
Der Autor von Rich Dad Poor Dad, Robert Kiyosaki, veröffentlicht seine Theorien und Vorhersagen unter anderem auf der Plattform X. Während einige Aussagen etwas fragwürdig scheinen, lag er durchaus schon richtig. So sagte er etwa den steigenden Silberpreis voraus. Als das Edelmetall Anfang 2025 nahe der Marke von 35 US-Dollar handelte, sagte er einen Kurs von 70 US-Dollar voraus und korrigierte seine Annahme anschließend sogar auf 200 US-Dollar. Das Ergebnis: Silber stieg im Januar 2026 auf über 121 US-Dollar.
In einem Post auf X vom 15. Juni 2026 spekuliert er nun, dass der Goldpreis bis 2035 auf 35.000 US-Dollar je Unze steigen soll. Dazu schreibt er, dass Anleger ihr Geld lieber in Gold investieren sollten, als es zu besparen. Am 20. Juni 2026 folgte dann ein weiterer Post, in dem er noch einmal auf die Thematik einging.
"Einer der Fehler, die ich gemacht habe (und ich habe viele gemacht), war es, den Preis darüber entscheiden zu lassen, ob ich einen Vermögenswert kaufe oder verkaufe", schrieb Kiyosaki. Er analysiert technische Charts, statt auf Politiker und Banken-CEOs zu hören und hält an seinen Goldwerten trotz fallender Preise fest. Kommt es zum Turnaround, kauft er nach, sagte er in seinem Post weiter.
Tipp: Wer in Werte investieren möchte, die eine Buy-and-Hold-forever-Strategie verfolgen, sollte einen Blick in den "Aktien für die Ewigkeit"-Index werfen.
Das bedeutet die Aussage für Anleger
Der Zusammenhang zwischen Goldpreis und Zinsniveau ist nicht von der Hand zu weisen. Steigen die Zinsen oder bleiben sie auf einem gleichbleibend hohen Niveau, können Anleger ihr Geld in alternative Anlagen investieren. Auch geopolitische Spannungen treiben Goldkurse an. Nach den jüngsten Entspannungen im Nahen Osten und einem stärkeren US-Dollar zeigte sich ein deutlicher Rücksetzer beim Goldpreis im Juni.
Kiyosaki möchte Anleger ansprechen, die auf diese Marktlage reagieren und ihre Goldwerte veräußern. Allerdings erfordert diese Strategie ein robustes Nervenkostüm, sollte die Federal Reserve den US-Leitzins nicht senken, wie Kiyosaki spekuliert.
Entscheidend ist, ob diese Geduld am Ende zum Ziel führt und Kiyosaki mit seiner gewagten Goldpreisprognose recht behält oder er nur einen weiteren viralen Post absetzen wollte, um seine Anhängerschaft zu unterhalten.
Wer nicht auf die Gold-Rally warten möchte, findet im Aktienreport "Historische Kaufchance" drei spannende Analysen zu Werten, die sich jetzt schon lohnen.
Häufig gestellte Fragen
Warum gilt Gold oft als Krisenmetall?
Gold wird von vielen Anlegern als sicherer Hafen gesehen, weil es in wirtschaftlich unsicheren Phasen als stabiler Wertspeicher gilt. Wenn Zinsen sinken oder die Inflation steigt, kann Gold für Investoren besonders interessant werden.
Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Gold zu kaufen?
Einen perfekten Zeitpunkt gibt es selten, weil Gold stark von Zinsen, Inflation und der allgemeinen Marktlage abhängt. Aus diesem Grund staffeln Anleger ihre Käufe, statt auf einen bestimmten Moment zu setzen.
Welche Rolle spielt Robert Kiyosaki bei Gold-Prognosen?
Robert Kiyosaki ist bekannt für markante Aussagen zu Geld, Vermögen und Krisenszenarien. Seine Prognosen sorgen oft für Aufmerksamkeit, sollten aber eher als Meinungsimpuls denn als verlässliche Marktvorhersage verstanden werden.
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