Boeing: Weitere Startverbote nach Absturz - Deutscher Luftraum gesperrt
· Börse Online Redaktion
So erklärte auch der Reisekonzern TUI am Dienstag, alle Flüge mit diesem Flugzeugtyp würden eingestellt, nachdem die britische Flugaufsicht einen Betriebsstopp verhängt hätte. Seit Montag haben sich mehrere Fluggesellschaften entschieden, die Maschinen vorsichtshalber am Boden zu lassen. Mehr als 60 Flugzeuge vom Typ Boeing 737 Max 8 sind daher zeitweise nicht im Betrieb. Dazu gehören neben Tui mit 15 Flugzeugen: Norwegian (18 Flugzeuge), die mexikanische Airline Aeroméxico (6), Aerolíneas Argentinas (5), Ethiopian Airlines (4), Cayman Airways (2) aus der Karibik, die südkoreanische Airline Eastar (2), die brasilianische Gol (7) und Südafrikas Comair (1). Andere Airlines wie die US-Fluggesellschaften Southwest Airlines, American Airlines und auch die kanadische Air Canada halten bisher an den Flugzeugen fest.
Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, die europäische Flugsicherung EASA bereite ebenfalls ein Flugverbot für die Boeing 737 MAX vor. Die US-Luftfahrtbehörde FAA, in deren Aufsichtsbereich 74 der Boeing 737 Max 8 im Einsatz sind, hat kein Startverbot ausgesprochen.
Das Modell wird erst seit 2017 eingesetzt. Der Absturz in Äthiopien, bei dem 157 Menschen ums Leben kamen, war der zweite mit diesem Modell nach einem Flugzeugunglück in Indonesien im Oktober. In beiden Fällen ist die Unglücksursache unklar.
Die Aktien des Flugzeug-Herstellers fielen am Dienstag in New York um mehr als fünf Prozent. Seit Wochenbeginn ist der Börsenwert von Boeing um 21 Milliarden Dollar geschrumpft. Das entspricht fast dem Doppelten der Marktkapitalisierung der Lufthansa.
rtr/dpa-AFX/fh
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