Am Mittwochabend um 20 Uhr hat die US-Notenbank Fed ihren Zinsentscheid veröffentlicht. Das wurde konkret vom Board rund um Kevin Warsh entschieden und das sind die Auswirkungen für Aktien, Gold, Bitcoin, Anleihen sowie den US-Dollar.
In den vergangenen Wochen war die Spannung rund um den Fed-Zinsentscheid immer größer geworden. Vor zwei Wochen hatten dann starke Arbeitsmarktdaten erste Hinweise darauf geliefert, dass die Notenbank die Zinsen anheben könnte. Am vergangenen Freitag folgte eine weitere Bestätigung der These durch die Inflationszahlen für den August.
Und nun ist es tatsächlich so gekommen wie erwartet: Die Fed hat die Zinsen angehoben.
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Das bedeutet der Zinsentscheid für Aktien, Gold, Bitcoin und Anleihen
Konkret steigerte die US-Notenbank den Zins um 25 Basispunkte auf eine Spanne zwischen 3,75 und 4,00 Prozent. Im Vorfeld war diese Entscheidung laut Fed Watch Tool mit einer Wahrscheinlichkeit von 88 Prozent von Markteilnehmern erwartet worden.
Laut dem offiziellen Statement der Fed fiel diese Entscheidung einstimmig mit 12:0 Stimmen. Weiterhin sehen die Mitglieder des Boards die Kapitalkosten bis zum Jahresende bei im Schnitt 4,1 Prozent, was eine weitere Zinserhöhung bedeutet - auch dies war mehrheitlich erwartet worden. 2027 sollen die Zinsen auf demselben Niveau verharren.
Weiterhin hieß es von der Notenbank, dass die Zinserhöhung dazu beitragen dürfte, schneller zum angestrebten Inflationsziel zu kommen. In diesem Zuge passte die Fed Wachstums- und Inflationsprognose für 2026/27 geringfügig an. Das Board warnte vor einer erhöhten Unsicherheit.
Dennoch gaben die Aktienmärkte in Reaktion auf die Entscheidung leicht nach (jeweils unter 0,2 Prozent in den großen Indizes). Noch stärkere Rückgänge von etwa 0,5 Prozent gab es bei Gold und Bitcoin. Steigende Zinsen sind für Unternehmen wegen höherer Kosten negativ, aber auch für unproduktive Assets.
Die heute fallenden Anleiherenditen konnten derweil leicht zulegen. USD/EUR gewann ebenfalls.
Wie geht es jetzt an der Börse weiter?
Grundsätzlich kam es damit nicht zu großen negativen Überraschungen im Rahmen des Fed-Meetings, sondern die Entscheidung zur Zinsanhebung wurde wie erwartet getroffen. Für den Rest des Jahres wird nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent mit einer weiteren Anhebung gerechnet.
Dass der Markt kaum auf die Entscheidung reagiert, dürfte dafür sprechen, dass der Einfluss der Fed-Entscheidung auf die Märkte, aber auch Bitcoin und Gold, zunächst begrenzt bleibt. Hier dürften in den kommenden Wochen vor allem die Entwicklungen im Iran, die im Oktober anstehenden Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten sowie die dann auch startende Berichtsaison dominieren.
Das nächste Fed-Meeting wird übrigens am 28. Oktober stattfinden.
Häufig gestellte Fragen
Was wurde bei der Zinsentscheidung der Fed am Mittwoch beschlossen?
Konkret steigerte die US-Notenbank den Zins um 25 Basispunkte auf eine Spanne zwischen 3,75 und 4,00 Prozent. Im Vorfeld war diese Entscheidung laut Fed Watch Tool mit einer Wahrscheinlichkeit von 88 Prozent von Markteilnehmern erwartet worden.
Was wurde bei der Zinsentscheidung am Mittwoch noch bekannt?
Laut dem offiziellen Statement der Fed fiel die Entscheidung einstimmig mit 12:0 Stimmen. Weiterhin sehen die Mitglieder des Boards die Kapitalkosten bis zum Jahresende bei im Schnitt 4,1 Prozent, was eine weitere Zinserhöhung bedeutet - auch dies war mehrheitlich erwartet worden. 2027 sollen die Zinsen auf demselben Niveau verharren. Weiterhin hieß es von der Notenbank, dass die Zinserhöhung dazu beitragen dürfte, schneller zum angestrebten Inflationsziel zu kommen. In diesem Zuge passte die Fed Wachstums- und Inflationsprognose für 2026/27 geringfügig an. Das Board warnte vor einer erhöhten Unsicherheit.
Was bedeutet die Fed-Entscheidung für die Börse?
Dass der Markt kaum auf die Entscheidung reagiert, dürfte dafür sprechen, dass der Einfluss der Fed-Entscheidung auf die Märkte zunächst begrenzt bleibt. Hier dürften in den kommenden Wochen vor allem die Entwicklungen im Iran, die im Oktober anstehenden Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten sowie die dann auch startende Berichtsaison dominieren.