Die Papiere des Vizemeisters hätten zum Monatsende die Genehmigung zum Wechsel vom General Standard in den Prime Standard erhalten, teilte der Traditionsclub am Dienstag mit. Dort gelten strengere Auflagen, zum Beispiel für die Veröffentlichung von Geschäftszahlen. Zusammen mit der Marktkapitalisierung habe der BVB damit die Voraussetzung für den Aufstieg in den Kleinwerte-Index SDax geschaffen, sagte Geschäftsführer Thomas Treß der Nachrichtenagentur Reuters. Damit gewinne die Aktie bei privaten und institutionellen Investoren an Aufmerksamkeit.

Die Chancen für einen Einzug des BVB in den Kleinwerte-Index stehen nicht schlecht. Bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes liegen die Borussen mit knapp 190 Millionen Euro auf dem Niveau des Online-Reifenhändlers Delticom. Das Index-Schlusslicht Air Berlin kommt bei diesem wichtigen Kriterium auf einen gerade einmal halb so hohen Wert. Nach Reuters-Berechnungen sieht es bei den Börsenumsätzen noch besser aus: Da lässt der BVB SDax-Schwergewichte wie den Gabelstapler-Hersteller Kion weit hinter sich.

Der BVB hatte im Jahr 2000 als erster und bislang einziger Bundesligist den Gang aufs Parkett gewagt. Die Aktie, die allerdings eher als Fanartikel gehandelt wird, rutschte sofort nach Börsenstart unter den Ausgabekurs von elf Euro. Mit der finanziellen Krise in den Jahren danach verloren die Papiere weiter an Wert und notieren aktuell - trotz finanzieller und sportlicher Erfolge - bei 3,75 Euro.

Reuters