Die Star-Investorin trennt sich von Chipwerten und setzt stattdessen auf Flugtaxi-Aktien. Was dahinter steckt.

Cathie Wood greift wieder zu, aber sie verkauft auch. Die Chefin der ARK Invest hat in der vergangenen Woche erneut Aktien von Advanced Micro Devices (AMD) abgestoßen. Am Dienstag, dem 27. Oktober, verkaufte ARK 28.966 AMD-Aktien im Gegenwert von rund 16,2 Millionen Dollar zum Schlusskurs von 560,26 Dollar. Der Verkauf erfolgte über die ETFs ARKQ und ARKX.

Schon einen Tag zuvor hatte ARK 24.796 Aktien für rund 13,2 Millionen Dollar abgegeben, bei einem Schlusskurs von 531,28 Dollar. Laut US-Medienberichten summierte sich der Abverkauf in der Woche bis Ende Oktober auf 181.767 Aktien, also rund 111 Millionen Dollar.

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Cathie Wood schlägt zu: Umschichtung in Richtung Luftfahrt

Auffällig ist vor allem, wohin das Geld fließt. Im selben Zeitraum kaufte ARK Aktien des Flugtaxi-Herstellers Joby Aviation für rund 4,4 Millionen Dollar und von Archer Aviation für 2,2 Millionen Dollar. Zudem kamen rund 9,8 Millionen Dollar in AeroVironment. Auch Anteile am Halbleiterkonzern Taiwan Semiconductor reduzierte ARK, und zwar um rund 10,6 Millionen Dollar.

Die Käufe kommen nach deutlichen Kursrückgängen: AeroVironment liegt in diesem Jahr laut Bericht rund 48 Prozent im Minus, Joby rund 62 Prozent und Archer etwa 44 Prozent. Das Muster ist typisch für Woods Strategie: Sie verkauft Titel, die bereits stark gestiegen sind, und kauft Werte, deren Bewertung zuletzt stark gefallen ist.

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AMD (WKN: 863186)

Warum AMD gerade stark gelaufen ist

Der Verkauf ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil die AMD-Aktie in diesem Jahr deutlich zugelegt hat - um etwa 148 Prozent. Im Oktober hat der Titel allerdings etwa 14 Prozent verloren.

Die Erwartungen an das laufende Quartal sind hoch. Analysten rechnen mit einem Gewinn von 1,95 Dollar je Aktie und einem Umsatz von 13,08 Milliarden Dollar. Vor einem Jahr lagen die Werte bei 1,20 Dollar und 9,25 Milliarden Dollar. Die Zahlen werden am 3. November veröffentlicht.

Kritiker sehen Risiken bei den Margen. Investoren fragen sich, ob der Ausbau der Produktion und die neue Generation der MI450-Beschleuniger die Bruttomarge belasten könnten, da die Fertigung hochfährt. Große Kundenlieferungen sollen sich bis 2027 erstrecken.

Trotz der Verkäufe von ARK bleibt so auch die Stimmung unter Analysten positiv. Wedbush sieht die Aktie mit „Outperform“ und einem Ziel von 600 Dollar. Die US-Finanzinformationsplattform “TipRanks” verweist zudem auf ein „Strong Buy“-Konsensrating für AMD.

Weiterführende Links

Gutes Timing oder Gewinnmitnahme?

Eine der bekanntesten Wachstumsinvestorinnen verkauft AMD ausgerechnet während der Rally. Ob der Zeitpunkt klug war, zeigt sich dann am 3. November. Liefern die Zahlen die erwartete Dynamik, wirkt der Verkauf eher wie Gewinnmitnahme. Enttäuscht AMD bei Umsatz oder Ausblick, könnte sich der Abverkauf im Nachhinein als gutes Timing erweisen.

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Häufige Fragen

Warum verkauft Cathie Wood AMD-Aktien? 

ARK Invest hat die Position laut Berichten zugunsten von Luftfahrt- und Flugtaxi-Werten reduziert. Die AMD-Aktie war in diesem Jahr stark gestiegen, was Gewinnmitnahmen nahelegt. 

Wann legt AMD die Quartalszahlen vor und was wird erwartet? 

AMD veröffentlicht die Zahlen am 3. November. Analysten erwarten Medienberichten zufolge einen Gewinn von 1,95 Dollar je Aktie und einen Umsatz von 13,08 Milliarden Dollar.

Bedeutet der ARK-Verkauf, dass ich AMD verkaufen sollte? 

Nein. Der Verkauf ist eine Information über die Transaktionen eines Großinvestors, keine Anlageempfehlung. Die Analystenstimmung bleibt überwiegend positiv.

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