Kommt jetzt die Zeit der europäischen Aktien? Laut einer neuen Studie der Großbank HSBC sollten Anleger für das zweite Halbjahr die folgenden Titel in ihren Portfolios übergewichten.

Während der EuroStoxx 600 seit dem Jahresanfang um rund sieben Prozent zulegen konnte, hat der S&P 500 um fast zehn Prozent gewonnen. Doch jetzt könnte eine massive Aufholjagd starten, meint zumindest die HSBC laut einer neuen Studie.

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Comeback der Europa-Stars

Darin strichen die Analysten um Max Kettner, Chief Multi-Asset Stratege, in einem Ausblick am Mittwoch angesichts der gestiegenen Schwankungsanfälligkeit ihre "Overweight"-Empfehlung für Aktien aus Schwellenländern. Sie bewerten stattdessen nun Aktien aus der Eurozone mit "Overweight".

"Zumindest in den nächsten Wochen könnte die Diskussion um übermäßige Ausgaben im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) und jegliche Anzeichen für Kürzungen der KI-Investitionen Halbleiteraktien belasten und damit Schwellenländeraktien überproportional beeinträchtigen", begründeten sie die Änderung. In der Eurozone dagegen sind sie vor allem für die Banken optimistisch.

Zudem dürften allgemein geringere Wachstumserwartungen an Unternehmen seitens der Analysten und ein schwächerer Euro in den Sommermonaten hilfreich sein, hieß es. In den USA setzen die HSBC-Experten indes weiterhin auf eine breitere Streuung, einschließlich sogenannter Hyperscalern.

Die neutrale Marktstimmung sowie die Berichtssaison für das zweite Quartal seien die Katalysatoren für Kursgewinne. Die Sorgen über exorbitante KI-Ausgaben und -Finanzierung teilen die HSBC-Analysten nicht. Insbesondere das Narrativ eines übermäßigen Finanzierungsbedarfs stimme nicht mit den bisherigen Zahlen überein, konstatierten sie. Die Experten sehen in ihrer Studie vom Dienstagabend geopolitische Themen als "weitgehend abgehakt" an, ebenso wie Sorgen vor Zweitrundeneffekten bei der Inflation. 

So profitieren Anleger via ETF

Geht es also nach der HSBC, dann könnten europäische Aktien jetzt zu den aussichtsreichsten Titeln für das zweite Halbjahr zählen. Wer mit einem ETF von einem Comeback der Europa-Stars profitieren möchte, der kann einen Blick auf den Amundi Core Stoxx Europe 600 UCITS ETF (WKN: LYX0Q0) werfen.

Eine ganz andere Meinung vertritt dagegen die Citi-Bank. Diese hat auch kürzlich ihre Favoriten für das zweite Halbjahr veröffentlicht. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Beitrag.

Amundi Stoxx Europe 600 UCITS ETF Acc (WKN: LYX0Q0)

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Enthält Material von dpa-AFX

Häufig gestellte Fragen

Wer ist die HSBC?

Die HSBC ist eine britische Investmentbank mit starkem Fokus auf den asiatischen Raum.

Warum ist die HSBC weniger optimistisch für Schwellenländer-Aktien?

"Zumindest in den nächsten Wochen könnte die Diskussion um übermäßige Ausgaben im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) und jegliche Anzeichen für Kürzungen der KI-Investitionen Halbleiteraktien belasten und damit Schwellenländeraktien überproportional beeinträchtigen", schrieben die Analysten.

Welcher ist ein guter Europa-ETF?

Ein günstiger ETF mit Europa-Fokus und möglichst breiter Abdeckung ist der Amundi Core Stoxx Europe 600 UCITS ETF (WKN: LYX0Q0).