Cropenergies-Aktie bricht so stark ein wie nie zuvor
· Börse Online Redaktion
CropEnergies-Finanzvorstand Joachim Lutz bekräftigte im Reuters-Interview derweil seine Ziele für das noch bis Ende Februar laufende Bilanzjahr. "Der Aufwand belastet nicht das operative Ergebnis, sondern schlägt auf das Nettoergebnis durch."
Für das noch bis Ende Februar laufende Bilanzjahr 2014/15 hatte Südzucker zuletzt wegen der sinkenden Preise für Zucker und Bioethanol bereits einen Einbruch des operativen Gewinns um zwei Drittel auf rund 200 Millionen Euro angekündigt. Cropenergies hatte für den schlimmsten Fall mit einem operativen Verlust von 20 Millionen Euro kalkuliert, aber auch ein ausgeglichenes Ergebnis für möglich gehalten.
Anleger machten am Mittwoch einen großen Bogen um CropEnergies. Die Titel sacken zeitweise um mehr als 20 Prozent auf ein Sechs-Jahrestief ab. Die Südzucker-Aktie verlor als MDax-Schlusslicht bis zu 2,4 Prozent.
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BIOSPRIT-PREISE AUF TIEFSTAND
Die ohnehin schwierige Lage des europäischen Bioethanolmarktes habe sich in den vergangenen Monaten durch den Verfall der Ölpreise verschärft, erklärte das CropEnergies-Management. Die Preise für Bioethanol erreichten Mitte Januar mit 417 Euro pro Kubikmeter ein Rekordtief. Finanzvorstand Lutz erklärte dazu: "Die Branche, die insgesamt unter dem Preisverfall leidet, würde sich sicher bei einem Preis von über 500 Euro wohler fühlen." Belastend sei zudem die jüngste Abwertung des Euro gegenüber dem britischen Pfund.
CropEnergies stellt aus Getreide und Zuckerrüben Kraftstoff her. Bioethanol wird in Deutschland zu Benzin der Sorten Super (E5) und Super E10 beigemischt. Die Branche hofft, dass die EU im Sommer die Förderung von Ethanol in Kraftstoffen anpasst und der Industrie damit auf die Sprünge hilft.
Reuters
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