Darauf kommt es beim DAX am Mittwoch an. Im Fokus außerdem: Nel, Bitcoin, Fed, Nvidia, ASML, Microsoft, JP Morgan, Broadcom.

Vor weiteren Quartalsberichten von US-Banken und den an diesem Mittwochnachmittag anstehenden US-Inflationsdaten scheinen die Anleger hierzulande gelassen zu bleiben. Der Dax wird zum Börsenstart etwas höher erwartet.

Rund eine Stunde vor dem Auftakt signalisiert der X-Dax ein Plus von 0,3 Prozent auf 25.327 Zähler. Dennoch ringt der deutsche Leitindex nach wie vor mit der gleitenden 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend, die aktuell bei 25.313 Punkten verläuft.

"Der Dax ist weiterhin auf Richtungssuche", sagt Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Er spricht von einem Abwarte-Markt, in dem sich derzeit kaum einer in großem Stil positionieren wolle und verweist auf Sorgen, "ausgerechnet im vierten Quartal auf dem falschen Fuß erwischt zu werden".

In den Fokus rücken im Tagesverlauf vor allem die Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten, denn sie sind für den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank wichtig. Sollten sie höher als erwartet ausfallen und Anleger dies als Signal für mögliche weitere Zinserhöhungen der Fed interpretieren, könnten gerade die Aktien der stark finanzierungsabhängigen Technologiekonzerne wieder unter Druck geraten. Sie hatten in dieser Woche bereits deutliche Abgaben verzeichnet. In Asien befinden sie sich nach einer Talfahrt am Dienstag momentan wieder auf Erholungskurs.

DAX (WKN: 846900)

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Nvidia stellt dem Vereinigten Königreich über fünf Jahre jährlich Rechenleistung im Wert von 50 Millionen Dollar für die Forschung zu Sicherheit und Schutz autonomer KI-Agenten bereit. Die Kapazitäten werden über britische Cloud-Partner des Konzerns bereitgestellt. CEO Jensen Huang erklärte, dass KI-Fortschritt und Sicherheit gemeinsam vorangebracht werden müssten.

ASML hebt Ausblick für das vierte Quartal an

ASML erzielte im dritten Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 12,93 Euro und übertraf damit die Erwartungen, während der Umsatz mit 11,66 Milliarden Euro leicht darunter lag. Für das vierte Quartal erwartet der Konzern einen Umsatz von 14,2 bis 15,2 Milliarden Euro und eine Bruttomarge von rund 57 Prozent. Für 2026 stellt ASML 44 bis 45 Milliarden Euro Umsatz bei etwa 56 Prozent Bruttomarge in Aussicht.

Microsoft weist Bericht über Azure-Sparvorgaben zurück

Laut einem Medienbericht soll Azure-Chef Girish Bablani Führungskräfte aufgefordert haben, Einsparungen von mindestens 20 Prozent zu prüfen; Microsoft bestritt, solche Kostensenkungspläne angeordnet zu haben. Die Überlegungen fallen in eine Phase steigender KI-Infrastrukturkosten und intensiven Wettbewerbs um Fachkräfte. Parallel ordnet Microsoft die Cloud-Führung neu und überträgt Arun Ulag zusätzliche Zuständigkeiten.

JPMorgan verfehlt Quartalserwartungen trotz höherer Zinsprognose

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Broadcom-Chef sieht Finanzierung als Engpass für den KI-Ausbau

Broadcom-Chef Hock Tan erwartet laut Medienberichten, dass künftig Finanzierungskapital und nicht mehr die Versorgung mit Chips den Ausbau der KI-Infrastruktur begrenzt. Der Konzern verhandelt demnach über mehr als 50 Milliarden Dollar Fremdfinanzierung für OpenAI-Chips und unterstützt Anthropic mit bis zu 42 Milliarden Dollar für Infrastruktur. Tan zufolge zeigen die neuesten Modelle beider KI-Unternehmen bereits, dass sich mit KI-Assistenten erhebliche Umsätze erzielen lassen.

Nel erhält Elektrolyseur-Auftrag aus den USA

Der norwegische Wasserstoffspezialist Nel soll einen nicht namentlich genannten US-Technologiekonzern mit containerisierten PEM-Elektrolyseuren und Dienstleistungen im Wert von rund zwölf Millionen Dollar beliefern. Die Auslieferung ist für das kommende Jahr vorgesehen. Vor den für Donnerstag erwarteten Quartalszahlen rechnet der Bericht erneut mit roten Zahlen.

Ledger-Berichte bringen ältere Bitcoin-Bestände in Bewegung

Bitcoin notierte laut Bericht bei rund 83.650 US-Dollar und legte innerhalb von 24 Stunden um 0,6 Prozent zu, während On-Chain-Daten eine stärkere Aktivität bei lange ruhenden Beständen zeigten. Als möglicher Grund gelten Berichte über manipulierte Ledger-Wallets und die Empfehlung des Herstellers, betroffene Nutzer auf neue Geräte und Recovery-Phrasen umzusteigen. Die Transfers sind kein eindeutiger Hinweis auf Verkaufsdruck, da sie auch mit dem Gerätewechsel zusammenhängen könnten.

Enthält Material von dpa-AFX

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