Das ist beim DAX heute wichtig. Im Fokus stehen außerdem: Traton, Stellantis, BNP, DWS, Danone, Bitcoin, Amazon, Visa und Robinhood.
Nach der Erholung zum Wochenstart dürften die Anleger am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte zunächst etwas zurückhaltender agieren. Gebremst wird die Kauflaune auch von den wieder gestiegenen Ölpreisen, die angesichts der Wahl in Israel und eines Medienberichts über mögliche US-Angriffe auf den Iran nach den Zwischenwahlen in den USA Anfang November anzogen.
Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax für den Dax ein Minus von 0,3 Prozent auf 25.512 Punkte. Ungeachtet des erwarteten moderaten Abschlags für den Dax bleibt das Vorwochenhoch und damit auch das Oktoberhoch bei 25.706 Punkten für den deutschen Leitindex greifbar.
Im Fokus steht am Abend die Zinsentscheidung der US-Notenbank. Den Tag dürften zudem viele Quartalszahlen von Unternehmen prägen, darunter aus dem Dax unter anderem BASF, Deutsche Bank und Mercedes-Benz. Am Abend nach US-Börsenschluss folgen die Kennziffern der US-Technologie-Schwergewichte Alphabet und Microsoft.
Im Techsektor kommt Unterstützung aus Südkorea, wo der Chipkonzern SK Hynix mit rasantem Wachstum die Erwartungen übertroffen hatte und den Kospi-Index nach oben trieb.
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Stellantis rutscht im dritten Quartal erneut in die Verlustzone
Der Autokonzern verzeichnete einen Nettoverlust von 453 Millionen Euro, während der Umsatz um ein Prozent auf 37,6 Milliarden Euro stieg. Im Industriegeschäft flossen rund vier Milliarden Euro an freien Mitteln ab; die Verkäufe sanken um ein Prozent auf knapp 1,3 Millionen Fahrzeuge. Stellantis bestätigte seine Jahresprognose und erwartet für 2026 wieder einen positiven freien Cashflow.
Traton bestätigt Prognose nach starkem Auftragseingang
Die VW-Nutzfahrzeugholding steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten um drei Prozent auf 33,3 Milliarden Euro und das bereinigte operative Ergebnis um 13 Prozent auf 2,31 Milliarden Euro. Der Auftragseingang legte um ein Viertel auf 253.147 Fahrzeuge zu. Traton bestätigte die Jahresprognose und erwartet besonders in Nordamerika eine weitere Marktbelebung.
BNP Paribas profitiert vom starken Aktienhandel
Die Erträge im Aktien- und Wertpapierhandel stiegen um 50 Prozent, während die Gesamterträge im dritten Quartal um fast zehn Prozent auf knapp 13,8 Milliarden Euro zulegten. Der Nettogewinn erhöhte sich um 13,5 Prozent auf knapp 3,5 Milliarden Euro und übertraf die Analystenerwartungen. Die Bank bestätigte ihre Jahres- und Mittelfristziele und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm über 1,3 Milliarden Euro an.
DWS-Aktie gibt nach durchwachsenen Quartalszahlen nach
Die Aktien der Fondsgesellschaft verloren im vorbörslichen Handel 1,4 Prozent, nachdem Erträge und Gewinn weniger stark als erwartet gestiegen waren. Im Sommer sammelte die Deutsche-Bank-Tochter zugleich so viel Anlegergeld ein wie noch nie in einem Quartal. RBC-Analyst Jude Neanor bewertete den Bericht insgesamt als durchwachsen.
Danone wächst dank höherer Preise und Proteinprodukten
Der Lebensmittelkonzern steigerte den vergleichbaren Umsatz im dritten Quartal um vier Prozent auf gut 7,2 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen leicht. Besonders gefragt waren Spezialnahrung sowie proteinreiche Produkte; auch das Nordamerika-Geschäft legte zu. Danone bestätigte für 2026 ein vergleichbares Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent und erwartet, dass das bereinigte operative Ergebnis stärker wächst.
Amazon warnt Entwickler vor „Tokenmaxxing“
Amazon hat interne Leitlinien für den KI-Einsatz in der Softwareentwicklung veröffentlicht und warnt davor, den Tokenverbrauch zum Selbstzweck zu machen. Kennzahlen wie Token-Nutzung, KI-Adoption sowie Codeänderungen und -prüfungen seien unzureichende Maßstäbe und könnten Kosten sowie Komplexität erhöhen. Eine Obergrenze für den Tokenverbrauch der Beschäftigten habe das Unternehmen laut eigener Aussage nicht eingeführt.
Robinhood erhöht Ausgabenprognose und plant rund um die Uhr handelbare Aktien
Der Onlinebroker meldete für das dritte Quartal Rekordumsätze von 1,4 Milliarden US-Dollar, ein bereinigtes EBITDA von 808 Millionen Dollar und Nettomittelzuflüsse von 16 Milliarden Dollar. Für 2026 erwartet das Management bereinigte Betriebskosten einschließlich aktienbasierter Vergütung von 2,675 bis 2,75 Milliarden Dollar und kündigte den Start eines 24-Stunden-Aktienhandels noch in diesem Jahr an. Zu den weiteren Schwerpunkten zählen neue Handelsprodukte, die Expansion nach Dubai und Fortschritte bei einem Markteintritt in Singapur.
Palo-Alto-Chef erhält nach Aktionärsprotest weniger Vergütung
Die Gesamtvergütung von CEO Nikesh Arora sank im Geschäftsjahr 2026 auf 80,27 Millionen US-Dollar nach 99,74 Millionen Dollar im Vorjahr. Zugleich begrenzte Palo Alto Networks die maximale Auszahlung leistungsabhängiger Aktienprämien auf das Dreifache des Zielwerts statt des Vierfachen. Seit 2015 haben Aktionäre siebenmal gegen Vergütungspakete des Unternehmens gestimmt.
Visa erhöht Quartalsdividende um 16,4 Prozent
Der Zahlungsdienstleister hob die Quartalsdividende je Aktie von 0,67 auf 0,78 US-Dollar an. Die Auszahlung ist für den 1. Dezember vorgesehen; maßgeblich für den Anspruch ist der Aktienbesitz am 10. November. Am selben Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt.
Bitcoin steigt vor Fed-Entscheid, On-Chain-Kennzahl dreht nach oben
Bitcoin legte im Tagesvergleich um 1,5 Prozent auf rund 80.870 US-Dollar zu, während die gesamte Kryptomarktkapitalisierung um 1,3 Prozent auf 2,81 Billionen Dollar stieg. Das Realized Cap erhöhte sich nach monatelangem Rückgang von 1,057 auf 1,088 Billionen Dollar, blieb damit aber deutlich hinter dem Bitcoin-Kursanstieg zurück. Vor dem Fed-Zinsentscheid am Abend rechnen die Märkte überwiegend mit unveränderten Zinsen und achten auf Hinweise zur Dezember-Sitzung.
Enthält Material von dpa-AFX