Dax legt Rückwärtsgang ein - Ifo-Anstieg hilft nicht
· Börse Online Redaktion
In der vergangenen Woche hatte der Dax mit 12.219,05 Punkten ein Rekordhoch markiert, der EuroStoxx war auf ein Sieben-Jahres-Hoch geklettert. Viele Anleger setzen darauf, dass nicht zuletzt der niedrige Euro-Kurs die Gewinne der Exportindustrie in Europa sprudeln lässt. Viele Daten signalisierten zuletzt ein Anziehen der Konjunktur im Währungsraum, was auch an den Anleihe-Käufen der EZB liegen könnte. Auch in der deutschen Wirtschaft geht es immer weiter bergauf und viele Unternehmenschefs fassen immer mehr Vertrauen in den Aufschwung. So stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex im März überraschend stark.
An der Wall Street gaben Dow-Jones- und S&P500 zu Handelsbeginn nach. Im Fokus stand die von Warren Buffett eingefädelte Mega-Fusion des von seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway teils kontrollierten Ketchup-Herstellers Heinz[HJHC.UL] mit Kraft Foods. Die Aktien von Kraft stiegen um fast 33 Prozent. Berkshire kamen kaum vom Fleck.
BUCHUNGSPLUS TREIBT TUI HOCH
Im Dax standen am Tag nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich die Aktien der Muttergesellschaft Lufthansa weiter unter Druck. Die Titel sanken um bis zu 1,5 Prozent auf 13,33 Euro. Die in Paris und Frankfurt gelisteten Airbus-Aktien fielen um bis zu 2,3 Prozent. Analysten fürchten um das Image der Lufthansa als sichere Fluggesellschaft. Beim Absturz des Airbus A320 in den französischen Alpen waren am Dienstag 150 Menschen ums Leben gekommen.
Zu den Gewinnern europaweit zählten einige Stahlwerte, nachdem die EU Strafzölle für bestimmte chinesische Stahlprodukte einführte: Die im Dax gelisteten ThyssenKrupp legten 0,8 Prozent zu, Salzgitter im MDax 3,4 Prozent und Branchenführer ArcelorMittal 1,4 Prozent.
Bei den Nebenwerten standen zudem nach der Vorlage von Geschäftszahlen die Titel des Roboterbauers Kuka mit einem Plus von bis zu drei Prozent ganz oben. Erfreut nahmen Anleger auch Aussagen zum Geschäftsverlauf beim Reisekonzern TUI auf. Die Aktien legten in der Spitze vier Prozent auf 16,77 Euro zu. Die Buchungen und Preise für die Hauptreisesaison im Sommer liegen den Angaben zufolge jeweils ein Prozent über dem Vorjahresniveau. rtr
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