Am Mittwoch steht der DAX unter Druck. Das belastet den deutschen Leitindex. Im Fokus: die Themen  Gold, USA, Yen, Chips, SpaceX, Beiersdorf, Henkel, Deutsche Börse, Trump, EZB.

Der hartnäckig hohe Ölpreis hat zur Wochenmitte die Kurse im deutschen Aktienhandel belastet. Der Leitindex Dax fiel in den ersten Handelsminuten um 0,4 Prozent auf 25.903 Punkte. Die Marktteilnehmer dürften sich aber auch mit Blick auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zurückhalten. Erwartet wird die zweite Zinserhöhung in diesem Jahr.

Der MDax der mittelgroßen Börsentitel gab mit 0,6 Prozent auf 32.354 Zähler etwas stärker nach als der Dax. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor ein halbes Prozent.

DAX (WKN: 846900)

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Halbleiterabsatz im Juli rückläufig

Der weltweite Halbleiterabsatz sank laut UBS im Juli gegenüber dem Vormonat um 9,8 Prozent, wobei die Speichererlöse um 16,3 Prozent zurückgingen. Trotz geringerer Auslieferungen stiegen die durchschnittlichen Verkaufspreise für DRAM und NAND um 8,3 beziehungsweise 9,8 Prozent. UBS erwartet weiter steigende Speicherpreise und sieht den Halbleiter-Aufschwung bis mindestens 2028 intakt.

SpaceX könnte von Nasdaq-Umschichtung profitieren

Die Gewichtung von SpaceX im Nasdaq 100 könnte bei der vierteljährlichen Neugewichtung von derzeit rund 1,25 auf 2,25 Prozent steigen. Dadurch könnten passive Fonds laut J.P. Morgan Aktienkäufe im Umfang von bis zu 15,5 Milliarden Dollar auslösen. Gleichzeitig dürften weitere auslaufende Haltefristen das Angebot erhöhen und den Aktienkurs belasten.

Bessent warnt gegen Wetten auf den Yen

US-Finanzminister Scott Bessent hat Händler laut einem Bericht aufgefordert, gegen seine Bemühungen zur Stärkung des Yen zu wetten. Er verwies dabei auf seinen Informationsvorsprung über mögliche Schritte Japans und der Bank of Japan. Eine mögliche Zinserhöhung der japanischen Notenbank am 18. September könnte die Landeswährung zusätzlich stützen.

China stockt Goldreserven weiter auf

Die chinesische Zentralbank erhöhte ihre Goldreserven im August um rund 20,2 Tonnen und setzte damit ihre Käufe den 22. Monat in Folge fort. Die Bestände stiegen auf 76,73 Millionen Feinunzen, während Chinas Devisenreserven um 19,5 Milliarden auf 3,4383 Billionen Dollar zunahmen. Die fortgesetzte Diversifizierung stärkt die Nachfrage der Zentralbanken und stützt den Goldmarkt.

Beiersdorf unter Druck, Henkel favorisiert

Die Aktien von Beiersdorf fielen nach einer Verkaufsempfehlung der Deutschen Bank vorbörslich um 2,5 Prozent auf 74,56 Euro. Analyst Tom Sykes senkte seine Ergebnisschätzungen und sieht das Unternehmen angesichts schwacher Konsumausgaben als besonders verwundbar. Henkel bleibt sein bevorzugter Branchenwert, da der Konzern weniger vom Ölpreis abhängig sei.

Auto1 verliert Finanzchef

Auto1-Finanzchef Christian Wallentin gibt sein Amt aus familiären Gründen ab. Vorstandschef und Mitgründer Christian Bertermann übernimmt vorübergehend die Verantwortung für das Finanzressort. Die Suche nach einem Nachfolger befindet sich nach Unternehmensangaben bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Euro bewegt sich seitwärts zum Dollar

Der Euro notierte am Mittwochmorgen mit 1,1634 Dollar nahezu unverändert zum Vorabend. Marktteilnehmer richten den Blick auf die EZB-Zinsentscheidung am Donnerstag, bei der überwiegend eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte erwartet wird. US-Inflationsdaten am Freitag könnten wichtige Hinweise für die Zinsentscheidung der Federal Reserve in der kommenden Woche liefern.

Deutsche Börse platziert Wandelanleihe

Die Deutsche Börse nimmt über eine bis 2031 laufende Wandelanleihe 600 Millionen Euro auf. Die Schuldverschreibungen werden mit 0,5 Prozent verzinst und ausschließlich institutionellen Investoren angeboten. Der Nettoerlös soll für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden, während die Aktie vorbörslich um 1,3 Prozent nachgab.

Enthält Material von dpa-AFX

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