Der Morgen kompakt: Sieben Dinge, die Anleger heute Morgen wissen müssen
· Börse Online Redaktion
* DIESEL: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) macht einem Medienbericht zufolge den Weg für die Hardware-Nachrüstung älterer Diesel-Pkw zur Reduzierung des Stickoxid-Ausstoßes frei. In einem 30-seitigen Papier würden die technischen Anforderungen für die "Allgemeine Betriebserlaubnis" (ABE) festgeschrieben, die für die Zulassung der Hardware-Bausätze durch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) nötig seien, berichtete die "Bild". Damit sei zumindest rechtlich ein wichtiger Schritt für den Umbau älterer Diesel-Pkw erfolgt. Beim KBA sind nach Informationen der Zeitung allerdings noch keine vollständigen und entscheidungsreifen Anträge für Pkw-Nachrüstsätze eingegangen.
* USA/HAUSHALT: Die Verhandlungen im US-Kongress zur Lösung des Haushaltsstreits werden in der kommenden Woche fortgesetzt. Beide Kammern traten am Donnerstag jeweils nur für einige Minuten zusammen, um sich dann zu vertagen. Damit könnte sich die teilweise Haushaltssperre bis ins neue Jahr hineinziehen.
* AUTOBAUER: EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska hat der Warnung deutscher Autobauer vor Arbeitsplatzverlusten durch die neuen europäischen Klimaschutzvorgaben widersprochen. "Ich glaube nicht an diese Weltendszenarien für die Autoindustrie", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Europäische Kommission gehe davon aus, dass das vor Weihnachten beschlossene Kohlendioxid-Reduktionsziel insgesamt sogar positive Arbeitsplatzeffekte haben werde.
* Die DEUTSCHEN AUTOHERSTELLER wollen einer Zeitung zufolge für umgerüstete ältere Diesel keine Garantie übernehmen. "Wir können keine Garantie für ein Fahrzeug übernehmen, in das nachträglich Abgasreinigungssysteme Dritter eingebaut wurden", sagte der Präsident des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, der "Welt".
* EON hat klargestellt, dass Konzernchef Teyssen sein Amt auch nach der geplanten Übernahme des Konkurrenten Innogy weiterführen wird. ""Johannes Teyssen ist und bleibt Chef von Eon und wird das gemeinsame Unternehmen zum Erfolg führen"", sagte Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley dem "Handelsblatt". Der Zeitung zufolge hatte es Spekulationen gegeben, Teyssen könnte sich nach Abschluss der Transaktion zurückziehen, um einen Neuanfang zu ermöglichen.
* COVESTRO will durch Zuläufe weiter wachsen. "Wir können uns mehrere kleine, einige mittlere und einen großen Zukauf vorstellen. Groß heißt: im Milliardenbereich. Mit kleineren und mittleren Firmen sind wir in Kontakt. Die Zeiten für Zukäufe werden nach den jüngsten Kurskorrekturen besser", sagte Covestro-Chef Markus Steilemann der "Rheinischen Post".
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